Kein Streik-Ende in Bellinzona

Aktualisiert

Kein Streik-Ende in Bellinzona

Im bestreikten Industriewerk Bellinzona von SBB Cargo sind die neuen Vorschläge der SBB-Geschäftsleitung als «beschämend» abgetan worden.

Im Vorfeld der Betriebsversammlung am Freitagnachmittag gaben die Gewerkschaften neue Einzelheiten dazu bekannt. SBB-Chef Andreas Meyer habe vorgeschlagen, den Unterhalt der älteren Lokomotiven des Typs Ae 6/6 und Re 6/6 bis ins Jahr 2012 in Bellinzona zu belassen, hiess es. Im Sektor Güterwagen solle der bestehende Gesamtarbeitsvertrag auch bei einer Zusammenarbeit mit Privaten bis ins Jahr 2012 gelten. Meyer habe zudem den Erhalt von 60 der heute insgesamt 130 Arbeitsplätze in diesem Bereich zugesichert. Laut SEV-Sekretär Pietro Gianolli wurde die für Samstag geplante Demonstration in Bellinzona im Hinblick auf die weitere Gesprächsrunde zwischen SBB-Geschäftsleitung und der Delegation der Belegschaft abgesagt. Bei den am Donnerstag wieder aufgenommenen Gesprächen geht es um die Voraussetzungen zur Einberufung eines «runden Tisches», an dem über die Zukunft des Industriewerks Bellinzona verhandelt werden soll. Zu einem Unterbruch des nunmehr seit drei Wochen anhaltenden Streiks der Cargo-Belegschaft wird es nach dem einstimmigen Entscheid der Personalversammlung des Werks von SBB Cargo in Bellinzona vom Freitag aber vorerst nicht kommen. (dapd)

Deine Meinung