Frankreich wählt: Kein Toulouse-Effekt in den Umfragen
Aktualisiert

Frankreich wähltKein Toulouse-Effekt in den Umfragen

Kurz vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich pendeln sich die Umfragewerte ein. Die Attentate von Toulouse haben Nicolas Sarkozy und Rechtsaussen offenbar keinen Auftrieb verliehen.

Ein Wahlplakat für den sozialistischen Kandidaten François Hollande am 9. April 2012 in Lyon.

Ein Wahlplakat für den sozialistischen Kandidaten François Hollande am 9. April 2012 in Lyon.

Zehn Tage vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich haben sich die Umfragewerte für die beiden Favoriten stabilisiert. Laut einer Befragung des Meinungsforschungsinstitutes Ifop, die am Dienstag veröffentlicht wurde, liegt Präsident Nicolas Sarkozy in der ersten Runde mit 28,5 Prozent knapp vor seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande mit 27 Prozent. Auch das Institut Ipsos sieht in der ersten Runde am 22. April ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem konservativen Amtsinhaber mit 29 und Hollande mit 28,5 Prozent.

Die zweite Runde am 6. Mai dürfte Hollande laut beiden Umfragen hingegen deutlich gewinnen. Laut Ifop liegt der Sozialist bei 53 Prozent, laut Ipsos sogar bei 55 Prozent. Sarkozy dürfte auf 47 beziehungsweise 45 Prozent kommen.

Den dritten Platz in der ersten Runde belegt in beiden Umfragen die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen mit 16,5 beziehungsweise 15 Prozent knapp vor dem Linkskandidaten Jean-Luc Mélenchon mit gut 14 Prozent. Der Zentrumspolitiker François Bayrou rutscht mit 9,5 Prozent erstmals in beiden Umfragen unter die 10-Prozent-Marke. (sda)

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