Bei Vorstellung von Coach: «Kein Trainer hat uns abgesagt, das ist Bullshit» – FCZ-Canepa spricht Klartext

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Bei Vorstellung von Coach«Kein Trainer hat uns abgesagt, das ist Bullshit» – FCZ-Canepa spricht Klartext

Der FCZ hat die Nachfolge von Franco Foda geregelt. Bo Henriksen übernimmt das Amt als neuer Trainer beim Schweizer Meister.  

von
Sven Forster
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FCZ-Präsident Canepa hat seinen neuen Trainer gefunden. 

FCZ-Präsident Canepa hat seinen neuen Trainer gefunden. 

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Es ist der Däne Bo Henriksen.

Es ist der Däne Bo Henriksen.

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Der 47-Jährige stand am Montag zum ersten Mal auf dem Trainingsplatz. 

Der 47-Jährige stand am Montag zum ersten Mal auf dem Trainingsplatz. 

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Darum gehts

Seit der Entlassung von Trainer Franco Foda beim FCZ geisterten viele Namen in Zürich durch die Gegend. Nun wurde am Montag der neue Coach des amtierenden Schweizer Meisters präsentiert. Der Däne Bo Henriksen wird neu das Amt an der Seitenlinie übernehmen. Um 15.40 Uhr betrat der 47-jährige ehemalige Trainer von Midtjylland zum ersten Mal den Trainingsplatz bei einer Einheit seines Teams. Mit Jeans ausgestattet unterhielt sich der Neu-Coach mit diversen Staff-Mitgliedern auf dem Platz. Auch mit Captain und Goalie Yannick Brecher gab es ein Gespräch. 

An der Vorstellung betonte FCZ-Präsident Ancillo Canepa, dass Henriksen die Wunschlösung des Vereins gewesen war. «Ich sage das mit Absicht, da in den letzten Tagen viele Namen genannt und geschrieben wurden. Kein Trainer hat uns abgesagt. Das ist Bullshit. Wir hatten vier Trainer auf der Shortlist. Es wurden danach Gespräche geführt. Wir sind sehr froh, dass wir mit Bo einen Coach von unserer Wunschliste engagieren konnten.»

Henriksen will eine Einheit 

Doch wie ist man auf den früheren Spieler gekommen? Canepa meint: «Ich hatte ihn nicht auf dem Radar. Das kam durch unsere Scouts.» Von Henriksen erwartet der 69-Jährige , dass er er die Winnermentalität zurückbringen und Selbstsicherheit einimpfen soll. «Die Mannschaft erinnern, dass sie letztes Jahr Meister wurde. Es kann ja nicht sein, dass man nach zehn Spielen mit vier Punkten am Schluss der Tabelle liegt», so Canepa. 

Henriksen übernimmt also ein abgeschlagenes Team. Auf die Frage, ob er keine Angst davor habe, meint er: «Es ist nur Fussball. Es gibt keinen Grund Angst zu haben. Ich weiss, wir werden gewinnen.» Für ihn ist die Kultur im Team besonders wichtig. Eine Einheit soll der FC Zürich unter ihm sein. «Jeder soll für jeden auf dem Platz alles geben. Die Spieler sollen füreinander da sein.» Henriksen weiter: «Es ist wichtig, dass man den Spielern mit Respekt begegnet. Dann bringt man das Beste aus ihnen heraus.»

«Spassmacher und toller Typ»

Schon nach wenigen Worten war klar – Henriksen ist so etwas wie das Gegenstück von Vorgänger Foda. Weggefährten wie auch Nils Nielsen, der Schweizer Trainer der Frauennati, bezeichnen ihn als «Spassmacher und einen wirklich tollen Typen.» Einer, der immer gut gelaunt ist. Henriksen kann das nicht verneinen – positive Energie ist ihm sehr wichtig. Das war auch ein bedeutender Punkt für seine Wahl als neuer Coach, so Canepa: «Es ist unser Credo, positiv zu sein.» Man habe auch das Profil des neuen Trainers im Vergleich zum Sommer angepasst, erklärt der FCZ-Präsident.  

Am Donnerstag um 21 Uhr wird Henriksen beim Europa League-Spiel in Eindhoven sein Debüt geben. In die Niederlande reist der 47-Jährike aber trotz der brutalen Pleite aus dem Hinspiel nicht aus Spass. Er will gewinnen. «Wenn das nicht unser Ziel ist, müssten wir gar nicht antreten. Wir müssen mutig sein und auch Fehler machen dürfen», so der Däne. Fehler, die gilt es aber in den kommenden Wochen grundsätzlich zu vermeiden, will man aus der aktuellen Situation rausfinden. Denn etwas was Henriksen und der FCZ dringend brauchen sind «Punkte». 

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