Aktualisiert

Zürcher SVPKein vorderer Platz für Köppel auf der SVP-Liste

Jetzt steht die die Nationalratsliste der SVP fest: Roger Köppel ist wie vom Kantonalvorstand beschlossen an 17. Stelle und Ständeratskandidat Hans-Ueli Vogt auf Platz 10.

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Publizist und Verleger Roger Köppel (r) und Nationalrat Hans Fehr (Mitte) an der Nominationsversammlung der SVP des Kantons Zürich.

Publizist und Verleger Roger Köppel (r) und Nationalrat Hans Fehr (Mitte) an der Nominationsversammlung der SVP des Kantons Zürich.

Keystone/Ennio Leanza
Köppel wurde von den Zürcher Delegierten wie im Vorfeld beschlossen auf den 17. Platz der Liste gesetzt. Christoph Blocher begrüsste dies.

Köppel wurde von den Zürcher Delegierten wie im Vorfeld beschlossen auf den 17. Platz der Liste gesetzt. Christoph Blocher begrüsste dies.

Keystone/Ennio Leanza
Angeführt wird die SVP-Liste von Natalie Rickli.

Angeführt wird die SVP-Liste von Natalie Rickli.

Keystone/Ennio Leanza

Die Nationalratsliste gab an der Delegiertenversammlung der Zürcher SVP in Volketswil am Donnerstagabend viel zu reden: Der Stadtzürcher Gemeinderat Urs Fehr verlangte, den Medienunternehmer Roger Köppel auf den vierten Platz und an seiner Stelle den 68-jährigen Hans Fehr auf den 17 Platz zu setzen – so hatte es der Kantonalvorstand im Vorfeld beschlossen. Ältere Semester sollten nach hinten rücken, damit Jüngere eine Chance haben. Der 17. Platz sei für Köppel nicht der richtige, sagte Fehr. Er sei ein hervorragender Rhetoriker, weit über die Parteigrenze hinaus bekannt und das eigentliche «Trumpf-Ass» auf der SVP-Liste.

Nationalrat Hans Fehr hatte die Alters-Hürde innerhalb des Kantonalvorstandes nur knapp geschafft. Eine Stimme hatte den Ausschlag gegen, dass er die nötige Zweidrittel-Mehrheit erreichte. Gegner des Antrages warnten indessen davor, Hans Fehr nach hinten zu verdrängen und so falsche Zeichen zu setzen. Fehr sei ein hervorragender Sicherheitspolitiker, auf den die SVP nicht verzichten könne.

Köppel wird so oder so gewählt

Köppel habe aufgrund seiner nationalen Ausstrahlung einen vorderen Listenplatz gar nicht nötig, betonten verschiedene Votanten. Er werde auch auf einem hinteren Listenplatz gewählt und werde der SVP viele Zusatzstimmen bringen. Auch Alt-Bundesrat Christoph Blocher plädierte dafür, die Liste so zu belassen, wie sie vom Kantonalvorstand beschlossen wurde. Wichtig sei, für die SVP im Oktober möglichst viele Stimmen zu holen. Das kann man auch mit «Köppel auf Liste 1» machen, so Blocher.

Der Antrag für ein Vorrücken von Roger Köppel wurde mit 268 gegen 12 Stimmen klar abgelehnt. Anschliessend wurde die Liste einstimmig genehmigt. Angeführt wird diese von Natalie Rickli. Die Nationalrätin aus Winterthur hatte vor vier Jahren am meisten Stimmen gemacht und sogar Ständeratskandidat Christoph Blocher hinter sich gelassen. Dahinter folgen auf den Plätzen zwei und drei Christoph Mörgeli und Alfred Heer. Ständeratskandidat Hans-Ueli Vogt belegt Platz 10. (sda)

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