Trotz Punktgewinn in Freiburg: Erneuter Fan-Zoff für Gladbach-Schweizer 

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Trotz Punktgewinn in Freiburg«Kein Wille und kein Charakter» – erneuter Fan-Zoff für Gladbach-Schweizer 

Keine einfachen Zeiten für die Schweizer Nati-Stars bei Borussia Mönchengladbach. Trotz spätem Punktgewinn in Freiburg sorgen Unmutsbekundungen der Fans für Unruhe beim Club von Breel Embolo & Co.

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Die Gladbacher-Ultras haben die Schnauze voll von den schwachen Darbietungen ihrer Mannschaft.

Die Gladbacher-Ultras haben die Schnauze voll von den schwachen Darbietungen ihrer Mannschaft.

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Trotz Last-Minute-Ausgleich gab es für die Gladbacher um Breel Embolo keinen Jubel-Beifall der eigenen Fans.

Trotz Last-Minute-Ausgleich gab es für die Gladbacher um Breel Embolo keinen Jubel-Beifall der eigenen Fans.

IMAGO/Beautiful Sports
Embolo hatte in Freiburg das zwischenzeitliche Führungstor zum 2:0 erzielt.

Embolo hatte in Freiburg das zwischenzeitliche Führungstor zum 2:0 erzielt.

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Darum gehts

Normalerweise gibt es für Fussball-Fans wohl kaum etwas emotionaleres als ein wichtiges Tor der eigenen Mannschaft kurz vor Spielschluss, doch trotz des Ausgleichstreffers von Captain Lars Stindl in der 93. Minute verzichtete ein grosser Teil der Gladbach-Anhänger darauf, das 3:3 beim Auswärtsspiel in Freiburg zu bejubeln.

An der Seite von Nati-Star Breel Embolo (Torschütze zum 2:0) sprang Stindl nach seinem späten Tor in Richtung des Gäste-Blocks, scheiterte aber mit seinen gestikulierenden Versuchen, die Fans zum Jubeln zu animieren. Frustriert trat er in eine Bande und lief dann wieder weg.

«Schande für Stadt und Verein»

Der Grund für den Fan-Zwist in Gladbach liegt bei den enttäuschenden Leistungen der Fohlenelf, deren Punktgewinn in Freiburg äusserst glücklich zu Stande kam. «Kein Kampf, kein Wille, kein Charakter – ihr seid eine Schande für Stadt und Verein!», hiess es auf einem Transparent, dass die Borussen-Ultras in Freiburg bereits vor dem Spiel in der Kurve zur Schau stellten.

Die hartgesottenen Fans der Mannschaft um Embolo, Sommer, Elvedi und Co. sind deutlich unzufrieden mit den Auftritten ihrer Mannschaft, die nach vielen Erfolgsjahren mit europäischer Beteiligung in dieser Saison phasenweise gar vor dem Abstieg zittern musste. Besonders der blutleere Auftritt beim Derby in der Vorwoche gegen den 1. FC Köln liess die Wut der Ultras zum Siedepunkt überlaufen und verleitete einige Chaoten sogar dazu, die Spielerkabine nach der Derby-Pleite stürmen zu wollen.

Hütter zeigt Verständnis für Fans

Gladbach-Trainer Adi Hütter zeigte nach dem Spiel in Freiburg Verständnis für die Borussen-Supporter und meinte: «Man muss eine gewisse Enttäuschung unserer Fans auch verstehen». Die Saison sei nicht zufriedenstellend, weswegen man Ungeduld bei einem solch grossen Club verstehen müsse, meinte der frühere YB-Meistermacher weiter. 

Hütters Manager Roland Virkus appellierte am Samstag in einem Interview an die eigenen Zuschauer und sprach davon, dass man in Zukunft wieder gemeinsam zusammenstehen solle. Freiburgs Trainer Christian Streich nahm die Spieler und Verantwortlichen von Gladbach in den Schutz, indem er meinte: «Die Fans dürfen nicht vergessen, dass du nicht immer nur um die Champions League spielen kannst, auch nicht mit Gladbach».  

My 20 Minuten

(flo)

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