Aktualisiert 07.12.2010 13:43

Wegen Schneebällen

Kein Witz: Polizei verhaftet Maskottchen

Dieses Maskottchen hat es zu bunt getrieben: Weil es nicht aufhörte mit Schneebällen um sich zu werfen, nahm die Polizei es kurzerhand fest - unsanft.

von
mon

Die Universitätspolizei verhaftet das Maskottchen der Cincinnati Bearcats. (Video: YouTube)

Am vergangenen Samstag empfing das Universitäts-Footballteam der Cincinnati Bearcats im Schneegestöber die Pittsburgh Panthers zum letzten Saisonspiel. Etwas übermütig zeigte sich das Maskottchen des Heimteams bei dem Event, der gar live im TV übertragen wurde. Der Rote Panda warf mit Schneebällen um sich, nachdem Pittsburghs Dion Lewis zur Spielhälfte seinen zweiten Touchdown realisiert hatte. Zuschauer hatten mit diesem Unsinn begonnen, woraufhin sich das Maskottchen anstecken liess und es regelrecht zum Duell kam. Die Sicherheitskräfte ordneten das Publikum und den Roten Panda an, das Schneeballwerfen sein zu lassen. Doch das Maskottchen liess sich nicht beirren und warf weiter fleissig Schneebälle in die Menge. Daraufhin verloren die Ordnungshüter der Universitätspolizei die Geduld, packten den Witzbold etwas unsanft an, warfen ihn zu Boden, nahmen ihn fest und führten ihn schliesslich ab. Das Maskottchen wurde zur Halbzeit durch eine andere Person ersetzt.

Das Newsportal «news.cincinnati.com» schaffte es in der Folge, den Übeltäter im Panda-Kostüm zu identifizieren. Demzufolge handelt es sich um einen 22-jährigen Design- und Architektur-Studenten aus Montgomery. Dieser wurde zuletzt im Büro der Leichtathletik-Abteilung der Universität gesehen, wo er eine Stellungsnahme zu den Vorfällen abgeben musste. «Er warf die Schneebälle in die Menge und logischerweise warfen die Leute zurück. Doch sie verfehlten ihn und trafen andere Personen», sagte Polizei-Chef Jeff Corcoran nach dem Vorfall. «Die Polizisten haben ihm gesagt, dass er aufhören soll. Doch er hat nicht auf sie gehört.» Gegen das fehlbare Maskottchen wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. «Das ist Sache des Trainers, deshalb kann ich die Angelegenheit nicht weiter kommentieren», so Corcoran weiter. «Nur so viel: In den drei Jahren hier ist es das erste Mal, dass ich ein Maskottchen verhaftet habe.» Cincinnati verlor die Partie übrigens mit 10:28.

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