Aktualisiert 16.08.2019 14:56

Extravagante Promi-HäuserKein Wunder, will hier niemand wohnen

Viele Immobilien von Prominenten werden zu Ladenhütern. Das liegt nicht nur am Preis.

von
Daniela Gschweng
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Ob verkauft oder nicht: Auf den folgenden Bildern seht ihr die 20 teuersten Promi-Häuser.

Ob verkauft oder nicht: Auf den folgenden Bildern seht ihr die 20 teuersten Promi-Häuser.

Unsplash
Platz 20: Jennifer Lopez, Los AngelesPreis: 28 Millionen FrankenDetails: Sieben Schlafzimmer, 13 Badezimmer, 1300 Quadratmeter WohnflächeBesonderheiten: 10 Cheminées, Pub im Keller, Kino für 30 Personen, Outdoor-Amphitheater für 100 Personen, Minigolf-Anlage

Platz 20: Jennifer Lopez, Los AngelesPreis: 28 Millionen FrankenDetails: Sieben Schlafzimmer, 13 Badezimmer, 1300 Quadratmeter WohnflächeBesonderheiten: 10 Cheminées, Pub im Keller, Kino für 30 Personen, Outdoor-Amphitheater für 100 Personen, Minigolf-Anlage

Nimvo.com
Platz 19: Mel Gibson, Costa RicaPreis: 29,8 Millionen FrankenDetails: Sieben Schlafzimmer, acht Badezimmer, zwei Quadratkilometer Grundstückfläche, drei Kilometer PrivatstrandBesonderheiten: Hunderte Hektaren privater Dschungel, Profiküche im Keller, das Haus wurde aus Korallen gebaut

Platz 19: Mel Gibson, Costa RicaPreis: 29,8 Millionen FrankenDetails: Sieben Schlafzimmer, acht Badezimmer, zwei Quadratkilometer Grundstückfläche, drei Kilometer PrivatstrandBesonderheiten: Hunderte Hektaren privater Dschungel, Profiküche im Keller, das Haus wurde aus Korallen gebaut

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Hierzulande kommt es eher selten vor, in den USA ist es Normalität: Häuser und Wohnungen, in denen bekannte Persönlichkeiten gewohnt haben, werden zum Kauf angeboten, manchmal mit Interieur.

Warum auch nicht, viele Celebritys investieren ihr Geld in Immobilien. Ändert sich die persönliche Situation oder wird es in der Kasse eng, möchten sie ihre Villen und Penthouses auch gerne wieder loswerden.

Interessenten, aber keine Käufer

Ein bekannter Name sorgt zwar für die Berichterstattung in den Medien, aber nicht unbedingt für Käufer oder einen besseren Preis. Viele Promis warten jahrelang auf einen Käufer und müssen herbe Preiseinbussen hinnehmen. Oft deshalb, weil sie die Immobilie zu teuer anbieten.

«Ein Fehler, den nicht nur Promis machen, ist, dass sie zu viel verlangen», sagt Rick Moeser von Christie's Real Estate, der in den südlichen USA Immobilien vermittelt. Und nicht immer sei der Druck zu verkaufen gross. Viele Promi-Immobilien sind Zweit- oder Drittwohnungen, die der Eigentümer oder die Eigentümerin nicht dringend benötigt.

Promis machen beim Immobilienverkauf dieselben Fehler wie andere auch

Dieselbe Aussicht geniessen wie Rihanna oder im gleichen Sessel sitzen wie das Sportidol ist zwar ein attraktiver Gedanke, Celebrity-Immobilien werden aber nur selten von Fans gekauft. Was nicht nur am nötigen Kleingeld liegt: Die Immobilien sind oft ungewöhnlich gross, exklusiv eingerichtet sowie an die Bedürfnisse des Eigentümers angepasst.

Potenzielle Käufer schreckt das eher ab, sogar in Beverly Hills. Das musste etwa Guns-N'Roses-Gitarrist Slash erfahren, als er 2015 seine im mediterranen Stil gestaltete Villa an guter Lage verkaufen wollte. Der Nachtclub im Keller, das Tonstudio, die Halfpipe und die Teppiche mit Leopardenmuster waren nicht jedermanns Geschmack.

«Ich bin ziemlich sicher, dass das 95 Prozent der Käufer abgeschreckt hat», sagt Paul Habibi, Immobilienexperte und Direktor des kalifornischen Unternehmens Grayslake Advisors. Nach zwei Jahren und 2,3 Millionen Dollar unter dem Einstiegspreis fand sich dann doch ein Käufer.

Zu gross, zu teuer, zu schräg

Schwierig wird es auch dann, wenn Haus, Wohnung oder Grundstück grösser und hochwertiger sind als vergleichbare Immobilien in der Umgebung. «Das gibt der Markt nicht her», sagt ein Auktionsbetreiber, der versucht, solche Immobilien an den Mann oder die Frau zu bringen.

Pech hatte deshalb auch der Rapper 50 Cent, der ein Anwesen in Connecticut nach zwölf Jahren endlich verkaufen konnte. Vom Anfangsangebot von 18,5 Millionen Dollar blieben am Ende 2,9 Millionen übrig.

Exklusive Details rechnen sich fast nie

Teure und exklusive Details wie eine Topsoundanlage, ein Basketball-Court oder ein Kinosaal rechnen sich fast nie, egal, wie bekannt der Eigentümer sei, sagt Janie Coffey, die ein Team für schwer verkäufliche Fälle bei einer US-Immobilienagentur leitet. Mit teurer Elektronik oder baulichen Extravaganzen erfülle sich der Eigentümer seine Wünsche, den Verkaufswert mehrten sie dadurch nicht.

Ganz vorbei sei es dann, wenn es Fachleute brauche, um Einbauten zu entfernen, bestätigt Alissa Solomon. Die Maklerin beschäftigt sich beruflich mit Home Staging, also damit, Häuser für den Verkauf ansprechend herzurichten. Alles Aussergewöhnliche müsse dabei meist raus, beschreibt sie. Mit anderen Worten: Es lebe der Durchschnitt. Wer genügend Geld hat, um sich eine Promi-Villa zu kaufen, sei entweder eher konservativ oder lieber auf seine eigene Art extravagant, bestätigen die Makler.

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