Wahlen in den Staatsrat: Kein zweiter Sitz für die FDP im Tessin

Aktualisiert

Wahlen in den StaatsratKein zweiter Sitz für die FDP im Tessin

Im Tessin ist am Sonntag die bisherige Zusammensetzung der Regierung vom Wahlvolk bestätigt worden. Die Lega bleibt stärkste Kraft.

Norman Gobbi von der Lega ist einer von fünf Männern in der Tessiner Regierung.

Norman Gobbi von der Lega ist einer von fünf Männern in der Tessiner Regierung.

Der FDP ist es nicht gelungen den zweiten Sitz zurückzuerobern, den sie 2011 an die Lega verloren hatte. Diese verlor gegenüber der letzten Wahl, bleibt aber die Nummer eins im Südkanton.

Für die Freisinnigen wird neu Christian Vitta in der Kantonsregierung sitzen. Der bisherige FDP-Fraktionschef im Grossen Rat konnte sich gegen den 29-jährigen Luganeser Gemeinderat Michele Bertini durchsetzen – dieser hatte ihn zwischenzeitlich überflügelt. Vitta ersetzt Laura Sadis, die sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatte.

Die Lega verlor zwei Prozent gegenüber 2011 und lag nach Auszählung aller Gemeinden an der Spitze mit 27,6 Prozent der Stimmen. Lega-Staatsrat Claudio Zali erzielte das bester Ergebnis aller Kandidaten für die Kantonsregierung. Sein Parteikollege Norman Gobbi wurde ebenfalls mit einem soliden Ergebnis im Amt bestätigt. Knapp hinter den «Leghisti» folgte die FDP mit 26,25 Prozent – ein Zuwachs von rund einem Prozent gegenüber 2011.

SP verliert zwei Prozent

Sowohl CVP und SP verlieren weiter an Rückhalt bei der Tessiner Wählerschaft: Die CVP lag nach Auszählung aller Stimmen bei 17,54 Prozent. Die Sozialdemokraten büssen knapp zwei Prozent gegenüber den letzten Wahlen ein und liegen bei 14,81 Prozent. Sowohl für Paolo Beltraminelli (CVP) als auch für Manuele Bertoli (SP) reichte das Ergebnis aber aus, um in die Regierung wiedergewählt zu werden.

Die Hoffnungen der Grünen auf einen Sitz in der Exekutive wurden nicht erfüllt. Sie stagnierten bei rund 6,6 Prozent – im Wahlkampf hatte der Grüne Sergio Savoia mit populistischen Parolen um die Wählergunst geworben.

Die Ergebnisse des Grossen Rats liegen erst am Montag vor. (sda)

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