Sexgewerbe: Keine Angst vor Vorarlberger Bordell
Aktualisiert

SexgewerbeKeine Angst vor Vorarlberger Bordell

Dem Rheintaler Sex-Gewerbe droht Konkurrenz aus Vorarlberg. Dort soll das erste legale Bordell eröffnet werden. Im Milieu bleibt man gelassen.

von
eli

«Solange der sauber arbeitet, ist das überhaupt kein Problem», sagt ein altgedienter Rheintaler Zuhälter und Clubbetreiber. «Sollte er es aber mit Dumpingpreisen versuchen, gibt es Ärger.» Mit «er» ist der Vorarlberger Geschäftsmann Hermann Hahn gemeint, der den Stadtrat von Hohenems um die Bau- und Betriebsbewilligung für das erste legale Bordell im österreichischen Bundesland ersucht hat. Noch in diesem Monat soll der Entscheid fallen. Politische Beobachter räumen dem Vorhaben durchaus Chancen ein. Geplant ist ein Neubau mit 21 Zimmern, in denen bis zu 25 Sexarbeiterinnen als Selbstständige anschaffen.

Im St. Galler Sexgewerbe sieht man dem Projekt gelassen entgegen. «Das wird ein Ort, wo die Leute hingehen und Party machen», sagt etwa Iris vom Salon Iris & Team in Au. Im Rheintal seien die meisten Betriebe jedoch kleinere Salons und auf Ruhe und Diskretion bedacht. «Das ist ein ganz anderes Kundensegment», so die Sex-Unternehmerin. Die Deutsche hatte sich schon selber um eine Betriebsbewilligung in Vorarlberg bemüht und gibt dem Projekt wenig Kredit: «Das Problem sind die betrieblichen Auflagen: Keine Werbung und nur Österreicherinnen als Personal.» (eli/20 Minuten)

Deine Meinung