Kenosha: Keine Anklage gegen Polizisten – Sie schossen Jacob Blake sieben Mal in den Rücken
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KenoshaKeine Anklage gegen Polizisten – Sie schossen Jacob Blake sieben Mal in den Rücken

Am Dienstag hat der Bezirksanwalt von Kenosha bekannt gegeben, dass die Polizisten im Fall Jacob Blake nicht angeklagt werden. Bei einem Polizeieinsatz Ende August 2020 hatten sie dem Afroamerikaner sieben Mal in den Rücken geschossen. Der damals 29-Jährige ist seither gelähmt.

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Der Staatsanwalt von Kenosha Michael Graveley hat am Dienstag das Urteil bekanntgegeben: Die Polizisten im Fall Jacob Blake werden nicht angeklagt.

Der Staatsanwalt von Kenosha Michael Graveley hat am Dienstag das Urteil bekanntgegeben: Die Polizisten im Fall Jacob Blake werden nicht angeklagt.

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People carry placards calling for ‘Justice for Jacob Blake’ at a ‘Get Out The Vote’ event at Civic Center Park in Kenosha, Wisconsin, U.S., November 2, 2020. REUTERS/Bing Guan

People carry placards calling for ‘Justice for Jacob Blake’ at a ‘Get Out The Vote’ event at Civic Center Park in Kenosha, Wisconsin, U.S., November 2, 2020. REUTERS/Bing Guan

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Mehr als vier Monate nach Schüssen auf den Afroamerikaner Jacob Blake bei einem Polizeieinsatz in Kenosha wird gegen keinen Polizeibeamten Anklage erhoben werden. Das erklärte der zuständige Staatsanwalt Michael Graveley am Dienstag im Hinblick auf das Recht der Beamten auf Selbstverteidigung. Der weisse Polizist Rusten S. hatte Blake bei einem Einsatz am 23. August vergangenen Jahres sieben Mal in den Rücken geschossen. Der damals 29 Jahre alte Blake überlebte schwer verletzt und ist seither gelähmt. Die Schüsse auf Blake hatten in Kenosha zu Protesten und Ausschreitungen geführt.

Graveley erklärte, nach geltender Rechtslage, insbesondere dem Recht des Polizisten auf Selbstverteidigung, wäre eine Verurteilung vor einem Gericht sehr unwahrscheinlich gewesen. Der Polizist S. habe bei dem Einsatz befürchtet, dass Blake ihn mit einem Messer angreifen würde und habe daher geschossen. Die Polizisten seien wegen eines Streits an den Tatort gerufen worden und hätten auch gewusst, dass es einen bestehenden Haftbefehl gegen Blake gegeben habe.

Proteste gegen Polizeigewalt

In der Stadt im Bundesstaat Wisconsin waren nach den Schüssen auf Blake schwere Proteste ausgebrochen, es kam auch zu Ausschreitungen. Der Fall ereignete sich in einem bereits aufgeheizten politischen Klima, denn nur etwa drei Monate vorher war in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota der Afroamerikaner George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet worden. Floyds Tod führte landesweit zu anhaltenden Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus.

Der Stadtrat von Kenosha stimmte am Montag angesichts befürchteter Proteste vorab einer befristeten Notstandserklärung zu, die nun für acht Tage gilt. Gouverneur Tony Evers erklärte, er habe die Entsendung von 500 Mitgliedern der Nationalgarde nach Kenosha genehmigt. Die Soldaten werden dabei helfen, örtliche Einsatzkräfte zu unterstützen, das Recht zu sicheren Protesten zu gewährleisten sowie die Infrastruktur zu schützen, wie der Gouverneur erklärte.

Bist du oder jemand, den du kennst, von Rassismus betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Beratungsnetz für Rassismusopfer

GRA, Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Pro Juventute, Tel. 147

(DPA)

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