Keine Auferstehung der Ausserrhoder Kantonalbank
Aktualisiert

Keine Auferstehung der Ausserrhoder Kantonalbank

Die Regierung des Kantons Ausserrhoden hat entschieden, die Frage einer Neugründung der KB Ausserrhoden nicht weiter zu verfolgen.

«Ernüchtert» und «enttäuscht» ist gestern im Ausserrhoder Kantonsrat Interpellant Konrad Meier (Herisau) gewesen. Grund war die Antwort der Regierung auf seine Interpellation zur Neugründung der Ausserrhoder Kantonalbank.

«Nicht gerade ein Schildbürgerstreich, aber eine sensible Sache», so Meier, sei die Mitteilung der Regierung gewesen, in der sie über die Arbeitsgruppe informierte, die sich mit einer allfälligen Neugründung der Ausserrhoder Kantonalbank (ARKB) befasst hatte. Meier hatte zusammen mit René Rohner (Grub) eine entsprechende Interpellation eingereicht.

Arbeitsgruppe

Landammann Jakob Brunnschweiler legte die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe offen, die sich mit der Frage einer neuen ARKB befasst hatte. Die Regierung hatte entschieden, die Frage einer Neugründung nicht weiter zu verfolgen. Es wären Kosten von rund einer Million Franken entstanden. Für die Arbeit der Arbeitsgruppe waren 90.000 Franken aufgewendet worden.

Präsidiert hatte die Arbeitsgruppe SVP-Regierungsrat und Finanzdirektor Köbi Frei. Von der Verwaltung gehörten Heinz Brunner, Leiter Stabsstelle Controlling, und Departementssekretär Finanzen, Joe Müggler (Aktuar), der Arbeitsgruppe an.

Als Externe waren vertreten: der Anwalt Markus Diggelmann von Auer, Schoch und Partner, als Rechtsberater, der Wirtschaftsanwalt Guido Sutter (MBR) für das Geschäftsmodell, Stefan Amstad von Ernst&Young (Zweitmeinung Geschäftsmodell) und Peter Weigelt, Mediapolis (Kommunikation). Als Experte war der Präsident der Zuger Kantonalbank, Beat Bernet, Professor für Banken-Management, von er Regierung beigezogen worden.

Nicht öffentlich

Regierungssitzungen seien nicht öffentlich, so Brunnschweiler. Entsprechend seien es auch die Unterlagen nicht. Es liege kein Bericht vor, nur zahlreiche Detailanalysen. Es wäre unklug, Arbeitspapiere zu veröffentlichen, sagte der Landammann.

Meier war ernüchtert und enttäuscht. Aus der Vergangenheit habe man nichts gelernt. Fragen seien nicht abschliessend beantwortet worden. Der Kantonsrat verzichtete auf eine Diskussion.

Nach jahrelangem Missmanagement war die marode ARKB 1996 an die damalige SBG (heute UBS) verkauft worden. Die Verantwortlichen waren, teilweise wegen Verjährung, nie zur Rechenschaft gezogen worden.

(sda)

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