Aktualisiert 03.11.2009 17:42

BernKeine aussergewöhnliche Traulokale mehr

Der Kanton Bern will Hochzeitspaaren für die Ziviltrauung nicht mehr aussergewöhnliche Traulokale zur Verfügung stellen als bisher.

Heute stehen neben dem ordentlichen Trauzimmer am Amtssitz pro Zivilstandskreis höchstens zwei externe Lokalitäten zur Verfügung.

Diese externen Lokalitäten befinden sich an attraktiven Standorten, beispielsweise in Schlössern, auf Seen oder Bergen. Die Angebote seien sehr beliebt, darum brauche es mindestens fünf solche Orte pro Zivilstandskreis, forderten verschiedene Grossräte in einem fraktionsübergreifenden Vorstoss.

Nicht die Anzahl der Standorte sei entscheidend, sondern deren Attraktivität, hält der Regierungsrat in seiner am Dienstag publizierten schriftlichen Anwort fest.

Erhebungen hätten gezeigt, dass von allen externen Standorten lediglich 14 sehr beliebt seien. Dort hätten auch 90 Prozent der Zeremonien stattgefunden, die ausserhalb der Amtssitze durchgeführt wurden. Besonders beliebt seien schlossähnliche Gebäude mit Parkanlagen.

Es mache also keinen Sinn, ein Angebot auszubauen, für das keine Nachfrage bestehe. Auch aus Kostengründen liege ein solcher Ausbau nicht drin. Viel besser sei es, das Angebot auf wenige, sehr beliebte Orte zu konzentrieren.

Eine Ausnahme ermöglichen will die Regierung allenfalls im Berner Oberland, sollten dort Angebot und Nachfrage nach mehr als zwei Lokalen bestehen. Eine entsprechende Ausnahmeregelung ist laut entsprechender Verordnung möglich.

Der Regierungsrat empfiehlt dem Parlament den Vorstoss in diesem Sinne abzulehnen. (sda)

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