Aktualisiert 03.12.2008 13:41

Science City

Keine Betten für Gastdozenten

Studierende vor Gastdozenten: Die ETH will nun doch kein Hotel auf dem Hönggerberg bauen. Das Projekt für Gastdozenten und –forscher sei zu teuer. Stattdessen will die ETH Wohnraum für Studenten schaffen und begibt sich auf Donatorensuche.

Geplant war auf dem Hönggerberg ein 20-Millionen-Franken teures, vierstöckiges Hotel, das von Donatoren finanziert werden sollte. Im obersten Stock sollte ein öffentlich zugängliches Panorama- Restaurant entstehen. Die Hochschule empfängt jedes Jahr bis zu 600 Gäste und verzeichnet rund 2000 Übernachtungen.

Aufgrund einer neuen Lagebeurteilung habe die Schulleitung entschieden, das Projekt nicht weiter zu verfolgen, schreibt die ETH in einer Mitteilung vom Mittwoch. In Zeiten knapper werdender Finanzierungsmittel sei es umso wichtiger, eigene Projekte zu prüfen und allenfalls die Prioritäten neu zu setzen.

«In diesem Sinne hat die Realisierung von Wohnraum für Studierende bei der Donatorensuche klare Priorität», wird Roman Boutellier, Vizepräsident für Personal und Resourcen der ETH, in der Mitteilung zitiert. In den nächsten Jahren soll günstiger Wohnraum für insgesamt 1000 Studierende geschaffen werden.

Auf dem Physikturm, wo das Gästehaus hätte gebaut werden sollen, trohnte fast zwei Jahrzehnte lang ein grosser, runder Wetterradar. Dieser wurde am Mittwoch mit einem Spezialkran vom Dach genommen. Gleichzeitig wurde mit dem Rückbau der Antennenanlage begonnen. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.