Aktualisiert 24.05.2007 07:01

Keine Bewährung für Charles Manson

Der verurteilte Mörder Charles Manson kommt auch nach 30 Jahren Haft nicht auf Bewährung aus dem Gefängnis frei.

Die zuständige Kommission im Corcoran State Prison in Kalifornien erklärte, trotz seines Alters stelle Manson noch immer eine Gefahr für andere dar. Damit kann der 72-Jährige frühestens 2012 entlassen werden.

Manson nahm an der Anhörung nicht teil und entsandte auch keinen Rechtsvertreter. Der Verurteilte betrachte sich als Gefangener des politischen Systems, sagte der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt Patrick Sequeira. Er verweigere die Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen und habe auch nicht mit einem Psychiater sprechen wollen. Seit seiner letzten Anhörung im Jahr 2002 wurde Manson von der Gefängnisleitung zwölf Mal verwarnt. Sequeira erklärte, der Verurteilte habe neun fürchterliche Morde begangen, aber niemals Reue geäussert.

Manson, der weiterhin seine Unschuld beteuert, war wegen Mordes an der Schauspielerin Sharon Tate am 9. August 1969 und acht weiteren Menschen zum Tode verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft erklärte damals, Manson und seine Anhänger hätten einen Rassenkrieg auslösen wollen. Das Strafmass wurde nach der vorübergehenden Abschaffung der Todesstrafe in Kalifornien 1972 auf lebenslange Haft reduziert. Seit 1978 wurde eine Freilassung auf Bewährung bereits elf Mal abgelehnt. (dapd)

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