Aktualisiert 30.06.2009 14:39

UnfallverhütungKeine Bootsfahrt ohne Rettungsweste

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) empfiehlt, auf Booten stets eine gut sitzende Rettungsweste zu tragen.

Die Abgabe von individuell angepassten Rettungswesten sollte auch beim Bootsverleih obligatorisch sein, forderte die bfu am Dienstag in Bern. Die bfu-Statistik der Ertrinkungsunfälle von Anfang 2000 bis Ende 2008 zeige, dass der Anteil der tödlichen Wassersportunfälle bei einer der vielen Varianten von Bootsfahren auffällig hoch sei. In diesen Jahren sind in der Schweiz laut bfu 455 Menschen in der Schweiz ertrunken. 68 dieser Ertrinkungsfälle hätten verhindert werden können, wenn die Person beim Unfall die erforderliche Antriebshilfe, also etwa eine Rettungsweste, getragen hätte.

Auch geübte Schwimmer betroffen

Es seien dabei nur Fälle gemeint, bei denen das Tragen einer Auftriebshilfe zur normalen Sicherheitsausrüstung gezählt werden kann, also etwa beim Bootsfahren, heisst es weiter. Die bfu rät deshalb, in Schlauch- und Ruderbooten, Pedalos, Kanus, Kajaks oder auf Flossen stets eine passende Rettungsweste zu tragen, und zwar auch im Hochsommer.

Der Appell richte sich auch an geübte Schwimmer, denn auch sie könnten bei einem Sturz den Kopf anschlagen und das Bewusstsein verlieren oder vom kalten Wasser beziehungsweise der kalten Strömung überrascht werden. Dies gelte auch für Fischer in Booten und am Ufer von Gewässern mit starker Strömung. (dapd)

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