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Keine Brustvergrösserung zum Schulabschluss

Weil sich für seinen Geschmack zu viele Jugendliche unnötigen Schönheitsoperationen unterziehen, will ein australischer Politiker gesetzliche Barrieren aufstellen. Australiens Schönheitschirurgen sehen keinen Handlungsbedarf.

Morris Iemma sorgt sich um die australische Jugend. Weil offenbar immer mehr Jugendliche ihr Aussehen mit einer Schönheitsoperation verbessern wollen, erwägt der

Ministerpräsident des Staates New South Wales gesetzliche Einschränkungen.

Früher sei für Eltern die schwierigste Frage gewesen, ob sie ihren Kindern das Tragen von Ohrringen erlauben sollten, sagte Iemma dem «Sunday Telegraph». «Dann kamen die Tätowierungen. Aber immer öfter werden die Eltern nach Geld für Brustimplantate oder Nasenkorrekturen als Geschenk zu Geburtstagen oder Abschlüssen gefragt.»

Der Zeitung zufolge erwägt der Regierungschef ein Gesetz, das eine ärztliche Überweisung und eine Beratung vor einer Schönheitsoperation vorschreibt. Zudem sollen die Chirurgen mindestens einen Monat abwarten müssen, ob es sich der Jugendliche nicht doch noch anders überlegt. Der Verband der australischen Ärzte für plastische Chirurgie erklärte, es gebe keine verlässlichen Daten, die die Forderungen des Politikers stützten. (dapd)

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