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Keine Chance für Champagner aus der Waadt

Im Streit um die Herkunftsbezeichnung «Champagne» sind die Winzer aus der waadtländer Gemeinde Champagne mit Klagen beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg abgeblitzt. Nun wollen sie das Recht auf den Namen auf anderen Wegen zurückerobern.

Die Weinbauern hatten gefordert, dass sie den Namen «Champagne» trotz den Bilateralen Verträgen I zwischen der Schweiz und der EU weiterhin gebrauchen dürfen. Dazu hatten sie beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) eine Nichtigkeits- und eine Schadenersatzklage eingereicht.

Das Gericht sei auf die 2002 eingereichten Klagen nicht eingetreten, bestätigte Albert Banderet, Präsident des Komitees zur Verteidigung der Bezeichnung «Champagne», einen Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Mittwoch.

Das Verdikt sei eindeutig. Die Klagen wolle man deshalb nicht an die zweite Instanz weiterziehen. Dennoch lasse man den Kopf nicht hängen. «Wir werden weiterhin um das Recht kämpfen, den Namen 'Champagne' für unseren Wein brauchen zu können», sagte Banderet weiter.» Der 47-seitige Nichteintretensbeschluss ermutigt uns, neue Wege zu beschreiten.» Abklärungen dazu seien im Gang.

Der Champagnerstreit geht auf die bilateralen Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU zurück. Frankreich hatte darauf bestanden, dass der Begriff «Champagne» künftig nur für den französischen Schaumwein verwendet werden darf.

Aus diesem Grund mussten die Waadtländer Winzer die Bezeichnung «Vin de Champagne» aufgeben. Seit dem 1. Juni 2004 dürfen sie den Namen nicht mehr gebrauchen. Zurzeit heisst der Wein aus der Rebbauregion Bonvillars «Libre-Champ». (sda)

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