Aktualisiert 10.02.2004 09:50

Keine Chance für spanische Drogendealer

Das Madrider Gericht hat einen Dealer, der eine Dosis Heroin für neun Euro (rund 14 Franken) verkauft hatte, zur vorgesehenen Mindeststrafe von drei Jahren Haft verurteilt.

Bisher hatten spanische Gerichte Verfahren dieser Art in der Regel wegen Geringfügigkeit eingestellt. Doch nun will Spaniens Justiz künftig härter gegen kleine Drogendealer vorgehen. Dies geht aus einem Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofs vor, wonach bereits der Verkauf kleinster Mengen von Rauschgift strafbar ist.

Der Oberste Gerichtshof legte nun «Mindestdosen» fest, bei deren Überschreitung Dealer sich strafbar machen. Für Heroin setzte es einen Wert von 0,66 Milligramm fest, für Haschisch 10, Ecstasy 20 und Kokain 50 Milligramm.

Die Richter stützten sich dabei auf medizinische Erkenntnisse. Nach Angaben des spanischen Toxologie-Instituts können die Drogen von den festgesetzten Mindestmengen an gesundheitsschädliche Wirkungen haben.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.