Aktualisiert 06.07.2011 19:49

Lipperswil TGKeine Demo: Delfinschützer sind sauer

Keine Demo beim Freizeitpark Conny-Land: Deutsche Delfinschützer sind empört über die Ablehnung durch die Gemeinde.

von
Marlene Kovacs

Schon wieder wird schweres Geschütz gegen das Conny-Land aufgefahren. «Die Delfine haben keine Rückzugsmöglichkeiten und sind im Sommer der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt», sagt Andreas Morlok, Geschäftsführer des Projekts ProWal in Radolfzell. Zudem seien schon einige junge Delfine dort gestorben. «Wir fordern, dass das Delfinarium geschlossen wird», so Morlok. Deshalb versuchte die deutsche Organisation, bei der Gemeinde die Bewilligung für eine Demo vor dem Conny-Land zu erhalten. Die Antwort kam prompt: «Wir teilen Ihnen mit, dass solche Demonstrationen in unserer Gemeinde unerwünscht sind», heisst es in einem Mail von Gemeindeammann Adrian König. Für Morlok ein Skandal: «Es kann doch nicht sein, dass unser Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit einfach so beschnitten wird», sagt er. Man werde deshalb mit allen Mitteln um die Kundgebung vor Ort kämpfen.

Doch der Gemeindeammann krebste bereits zurück: «Wenn die Organisation alle notwendigen Angaben für ein Gesuch bringt, werden wir die Angelegenheit prüfen», so König gegenüber 20 Minuten. Der Gemeindeammann hält von den Vorwürfen allerdings weiterhin wenig. «Die Verantwortlichen des Conny-Lands bemühen sich sehr um eine artgerechte Haltung. Den Tieren geht es gut», sagt König.

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