Hausbesetzung: Keine Einigung im «Hotel Atlantis»
Aktualisiert

HausbesetzungKeine Einigung im «Hotel Atlantis»

Zwischen dem Mieter und den Besetzern des ehemaligen Zürcher Fünfsterne-Hotels Atlantis ist bis am Mittwochabend keine Einigung über das weitere Vorgehen erzielt worden.

Die Hausbesetzer stossen auf grosses Medieninteresse.

Die Hausbesetzer stossen auf grosses Medieninteresse.

Der Mieter will bis Mitte Dezember Studentenwohnungen anbieten können, die Besetzer Räume für Kultur. Wie der Presseverantwortliche des Mieters, des Unternehmers Werner Hofmann, am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte, treffen sich Mieter und Eigentümer am Donnerstag mit den Behörden und besprechen das weitere Vorgehen. Der Mieter wolle so schnell wie möglich mit der Renovation der rund 150 Zimmer beginnen.

Hofmann sagte am Mittwochabend im Privatfernsehsender «TeleZüri», er werde am Donnerstagmorgen mit einem Bautrupp im Atlantis eintreffen. Diesen würden die Besetzer nicht behindern. Er sei froh, dass es ohne Polizei gehe, sagte Hofmann weiter.

Hofmann zeigte sich überzeugt, dass man mit weiteren Gesprächen auch für die Anliegen der Besetzer Lösungen finde. Das Atlantis sei ja sehr gross und habe viele Nebenräume. Allerdings brauche es ein klares Konzept und klare Verantwortlichkeiten. Zum Nulltarif gebe es nichts.

Ehemalige Top-Adresse in Zürich

Hofmanns Projekt dient als Zwischennutzung. Die Besitzerin des Hotels, die Rosebud Hotels Holding in Luxemburg, möchte sobald das Baubewilligungsverfahren mit der Stadt durch ist, Wohnungen im ehemaligen Atlantis bauen.

Das Atlantis war Ende der 1960-er Jahre erbaut worden. Lange galt es als Top-Adresse in Zürich. Ende Oktober 2004 wurde es geschlossen. Von Januar 2009 bis August 2010 nutzte es die Stadt als Unterkunft für Asylsuchende, dann stand es wieder leer. Vor einer Woche wurde es dann von Aktivisten besetzt. (sda)

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