Keine Einigung zu neuen Iran-Sanktionen
Aktualisiert

Keine Einigung zu neuen Iran-Sanktionen

Die fünf UNO-Vetomächte und Deutschland haben sich bei Beratungen über den Atomstreit mit dem Iran nicht auf neue Sanktionen verständigen können.

Zuvor hatte der iranische Unterhändler Said Dschalili erneut bekräftigt, dass die Islamische Republik nicht von ihrem umstrittenen Atomprogramm abrücken werde. Es sei inakzeptabel, den Iran zu einer Aussetzung der Urananreicherung bringen zu wollen, sagte er.

EU-Chefdiplomat Javier Solana erklärte nach seinem Treffen mit Dschalili in London, er sei von dem Gespräch enttäuscht. Der französische Diplomat charakterisierte das Gespräch gar als «ein Desaster».

Letzte Chance

In einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hiess es, der Iran kooperiere zwar, zeige dabei aber keine Eigeninitiative. Die Beratungen zwischen Dschalili und Solana am Freitag waren als letzte Chance gesehen worden, den Iran zum Einlenken zu bewegen.

Vor allem die USA dringen auf eine dritte UNO-Resolution, um die bereits bestehenden Sanktionen gegen die Führung in Teheran auszuweiten.

Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel einer zivilen Nutzung der Nuklearenergie an Atomwaffen zu arbeiten. Das Land hat dies wiederholt zurückgewiesen.

Washington, London und Paris dringen auf weitere Sanktionen, um Teheran davon abzubringen. Peking und Moskau sind dagegen skeptisch. Russlands Vertreter, Vize-Aussenminister Sergej Kisljak, nahm an den jüngsten Beratungen nicht teil, da er in Kanada im Schnee stecken geblieben war. (sda)

Deine Meinung