Keine Fahrverbote bei Ozon-Alarm
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Keine Fahrverbote bei Ozon-Alarm

Am Montag fahren Autos mit geraden Nummern, am Dienstag die mit ungeraden, am Mittwoch besitzen viele zwei Autos. Der Bundesrat lehnt eine Motion zu alternierenden Fahrverboten ab.

Der Bundesrat will im Kampf gegen hohe Ozonwerte auch künftig an seiner Strategie festhalten und die Anordnung von Verkehrsbeschränkungen weiterhin primär den Kantonen überlassen.

Er empfiehlt deshalb eine Motion von Daniel Vischer (Grüne/ZH) zur Ablehnung, der bei einer mehrtägigen Überschreitung der Grenzwerte ein alternierendes Fahrverbot für Motorfahrzeuge mit geraden und ungeraden Nummernschildern verlangte.

Schwierige Umsetzung, viele Ausnahmen

Mit einer solchen Massnahme könnte zwar theoretisch der Ausstoss von Stickoxiden und anderen Schadstoffen um die Hälfte reduziert werden. Die Umsetzung einer derartigen Regelung wäre jedoch schwierig und der Erfolg wegen zahlreicher Ausnahmeregelungen letztlich beschränkt, schreibt die Landesregierung in ihrer am Montag veröffentlichen Antwort auf die Motion.

Es sei deshalb besser, die bisherigen Bemühungen um eine nachhaltige Reduktion der Vorläuferstoffe von Ozon weiterzuführen und die Anordnung von temporären Massnahmen vorab den Kantonen zu überlassen. Eine Änderung des Strassenverkehrsgesetzes, wie sie für ein alternierendes Fahrverbot nötig wäre, sei nicht angebracht. (dapd)

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