Schuldenkrise: Keine Finanzhilfen von USA an Europa
Aktualisiert

SchuldenkriseKeine Finanzhilfen von USA an Europa

Die USA sind bereit, «ihren Beitrag» im Kampf gegen die Schuldenkrise zu leisten. Finanziell müsse Europa das Problem aber selbst lösen.

US-Präsident Barack Obama hat der EU-Führung bei einem Treffen in Washington Unterstützung im Kampf gegen die Schuldenkrise zugesichert. Finanzielle Hilfe schloss das Weisse Haus am Montag jedoch bereits vor den Gesprächen aus. «Das ist etwas, was sie lösen müssen und wozu sie in der Lage sind - sowohl finanziell als auch politisch», sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Jay Carney, vor Obamas Treffen mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton.

Zuvor hatten Finnland und die Niederlande zusätzliche Mittel für den Internationalen Währungsfonds (IWF) gefordert. Carney erklärte hingegen, der IWF sei finanziell ausreichend ausgestattet. «Wir glauben nicht, dass weitere Mittel aus den USA nötig sind», sagte Carney.

Obama hat bereits in mehreren direkten Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy klar gemacht, dass er von ihnen eine Lösung des Schuldenproblems erwartet.

Tragweite der Krise ist bewusst

Barroso erklärte am Montag, den europäischen Staats- und Regierungschefs sei die Tragweite der gegenwärtigen Krise durchaus gewusst. Er bat jedoch auch um Verständnis, dass die Lösung der wirtschaftlichen Probleme Zeit brauche.

Neben wirtschaftlichen Fragen standen beim Treffen zwischen der EU-Spitze und Obama auch die Lage im Nahen Osten und Nordafrika, die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror, die Kooperation in der Verbrechensbekämpfung und die Situation im Iran auf der Tagesordnung. (sda)

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