Keine FKK-Flüge an die Ostsee
Aktualisiert

Keine FKK-Flüge an die Ostsee

Das Reisebüro «OssiUrlaub» hat seinen geplanten FKK-Flug an die Ostsee gestrichen. Kritier hatten bemängelt, es sei ganz schön unhygienisch, splitterfasernackt nebeneinander im Flieger zu sitzen.

«Es hat kritische Stimmen und moralische Bedenken auch von vielen unserer Kunden gegeben, so dass wir diesen Flug nicht stattfinden lassen, obwohl er ausgebucht war», sagte der Geschäftsführer des Online-Reisebüros, Enrico Hess, am Freitag in Erfurt der AP. Alle Kunden bekämen ihr Geld zurück. Die Ankündigung eines FKK-Fluges für den 5. Juli mit 55 Passagieren von Erfurt zur Insel Usedom hatte ein grosses Medienecho ausgelöst.

«Mehrheitlich haben wir zwar eine positive Resonanz zu unseren FKK-Fliegern bekommen», sagte Hess. Die negativen Stimmen, die überwiegend aus den alten Bundesländern gekommen seien, hätten es als unmoralisch und auch als unhygienisch angesehen, auf so engem Raum in einem Flieger nackt nebeneinander zu sitzen.

Das enorme Medienecho auf die Ankündigung des FKK-Fluges Anfang des Jahres habe ihn überrascht. «Ich bin aber dadurch in eine Ecke gekommen, die ich eigentlich nicht wollte, denn es ist nicht unsere Kernkompetenz. Ich kann keine kompetente Beratung bezüglich FKK-Urlaub geben», sagte Hess. (dapd)

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