Aktualisiert 27.01.2011 21:11

Basel-StadtKeine freie Fahrt für Rikscha-Taxis

In 54 Ländern der Welt kutschieren Rikscha-Taxis Menschen herum. In der Velostadt Basel jedoch entpuppt sich die Lancierung dieses Dienstes als äusserst kompliziert.

von
Denise Dollinger
Der Einführung von Rikscha-Taxis in Basel werden Steine in den Weg gelegt.

Der Einführung von Rikscha-Taxis in Basel werden Steine in den Weg gelegt.

Die Idee ist ökologisch und ­effektiv: Dreirädrige Velos mit einem Elektromotor sollen in Basel als Taxis unterwegs sein – und zwar schon ab April. Dieser Fahrdienst, bei dem eine Höchstgeschwindigkeit von 24 km/h erreicht werden kann, wird bereits in verschiedenen Schweizer Städten und im Ausland betrieben. In der Velostadt Basel werden der Idee jedoch Steine in den Weg gelegt. «Hier werden die Rikscha-Taxis nicht wie überall sonst als Fahrräder zugelassen, sondern gelten als Kleinmotorräder», so Daniela Stumpf von Rikscha-Taxi Basel. Somit dürften sie nicht auf Velowegen und auch nicht mit Bewilligung in den Fussgängerzonen fahren. Laut Stumpf würde dies das Angebot erschweren, zudem würde auch der Strassenverkehr behindert werden. «Hinzu kommt, dass die Behörden verlangen, dass unsere Fahrer alle einen Autofahrausweis besitzen», so Stumpf.

Rikscha-Taxi-Schweiz-Inhaber Pascal Nydegger schüttelt nur den Kopf. «Das sind speziell entwickelte Fahrzeuge, die alle Anforderungen an Fahrräder erfüllen», sagt er. Von Kleinmotorrädern könne überhaupt keine Rede sein. Auch für SVP-Grossrat Eduard Rutschmann ist diese Regelung ein «ab­soluter Schwachsinn». «Das ist typisch für Basel, dass man der Wirtschaft im Weg steht», sagt er. Er hat dem Regierungsrat nun eine Interpellation ­eingereicht.

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