Gesichtserkennungssoftware - Keine Games mehr ab 22 Uhr – Software schaltet PC aus
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GesichtserkennungssoftwareKeine Games mehr ab 22 Uhr – Software schaltet PC aus

Noch schnell im Kinderzimmer eine Runde «Minecraft»? Keine Chance in China. Kinder dürfen dort ab 22 Uhr nicht mehr Gamen. Darum schaltet Kamerasoftware «Pubg» und Co. ab.

von
Marc Gerber
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In China dürfen Kinder nach 22 Uhr keine Online Games mehr spielen. Das verbietet das Gesetz.

In China dürfen Kinder nach 22 Uhr keine Online Games mehr spielen. Das verbietet das Gesetz.

Tencent
Der chinesische Software-Gigant Tencent entwickelt darum die Gesichtserkennungssoftware «Midnight Patrol». Diese erkennt, wer vor dem Smartphone oder Computer sitzt und schaltet das Game ab, wenn es sich um ein Kind handelt.

Der chinesische Software-Gigant Tencent entwickelt darum die Gesichtserkennungssoftware «Midnight Patrol». Diese erkennt, wer vor dem Smartphone oder Computer sitzt und schaltet das Game ab, wenn es sich um ein Kind handelt.

Tencent
60 Titel wie «Pubg Mobile» scannen ab sofort in China jedes Gesicht nach 22 Uhr. Erwachsene dürfen nach wie vor in der Nacht spielen.

60 Titel wie «Pubg Mobile» scannen ab sofort in China jedes Gesicht nach 22 Uhr. Erwachsene dürfen nach wie vor in der Nacht spielen.

Pubg Mobile

Darum gehts

  • In China dürfen seit 2019 Kinder nicht mehr nach 22 Uhr Online-Games spielen.

  • Damit will China das Suchtpotential solcher Games minimieren.

  • Darum gibt es die von Tencent entwickelte Software «Midnight Patrol», die Gesichter erkennt.

  • Ab 22 Uhr muss man sich nämlich mit dem Gesicht einloggen, falls ein Kind vor dem Computer ist, wird das Online-Game gesperrt.

  • 60 Titel werden schon unterstützt zum Start der Software.

Wer erinnert sich nicht an die Zeit, als man als Kind mit dem Gameboy oder Nintendo DS unter der Bettdecke noch eine Runde gezockt hat, obwohl man schon lange im Bett sein sollte? In China ist dies verboten. Kinder sollen nicht mehr als 90 Minuten pro Woche und nicht nach 22 Uhr in Online-Games spielen. Doch natürlich wird im Land der aufgehenden Sonne trotz Verbot weiter gedaddelt.

So kann man auch nicht in China überprüfen, wer jetzt wirklich vor dem PC oder Smartphone sitzt. China, das selber massiv Geld in den E-Sport investiert, will, dass die Jugend verantwortungsvoll mit dem Online-Gaming umgeht. Doch jetzt könnte eine Software Abhilfe schaffen und gleichzeitig die ganze Kontrolle übernehmen.

Zeig mir dein Gesicht, sonst spielst du kein «Pubg Mobile»

Die chinesische Software-Firma Tencent gehört zu den grössten IT-Firmen dieser Welt. So gehören ihnen Anteile von Spotify, Snapchat aber auch Videospielfirmen wie Ubisoft, Epic, Activision Blizzard und Riot Games. Riot Games, die Entwickler von «League of Legends» oder «Valorant», hat das chinesische Unternehmen sogar zu 100 Prozent aufgekauft. Darum ist es ihnen ein leichtes, den Zugang zu diesen zu steuern.

60 Titel unterstützen bis jetzt die Gesichtserkennungssoftware von Tencent, die erkennt, wer vor dem Computer oder Smartphone sitzt. Falls die Person minderjährig oder nicht im System registriert ist, kann diese nach 22 Uhr kein «Pubg» oder «Arena of Valor» mehr spielen. Erwachsene im Haushalt können sich selber registrieren und haben unlimitierten Zugang. Tencent nennt ihre Software «Midnight Patrol», auf Deutsch: Mitternachtspatrouille.

Gesichtserkennung nicht freiwillig

Diese Software ist aber nicht nur dazu gedacht, dass Eltern bessere Kontrolle über ihre Kinder haben. Denn dahinter steckt mehr: Jeder, der in Zukunft Spiele der Firma Tencent spielen möchte, muss sich mit Gesicht registrieren. Grund ist ein Gesetz in China, das seit 2019 die Online-Spielzeit von Kindern einschränkt. Die Gesichtserkennungstechnologie wurde jahrelang getestet und läuft seit kurzem auf den Games von Tencent. Die Software aktiviert sich automatisch nach 22 Uhr, was mit den Gesichtsdaten passiert, ist unbekannt.

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