Aktualisiert

Tag der FrauKeine Gleichstellung in der Schweiz

Trotz Verfassungsartikel und Gesetz ist die Gleichstellung der Frau in der Schweiz in den vergangenen Jahren nur schleppend vorangekommen. Der Gewerkschaftsbund ist unzufrieden.

Paul Rechsteiner ist Praesident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB).

Paul Rechsteiner ist Praesident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB).

In der Lohngleichstellung seien Rückschritte zu verzeichnen, kritisiert der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) anlässlich des internationalen Tages der Frau. Die im SGB zusammengeschlossenen 16 Einzelgewerkschaften rufen deshalb für den 14. Juni zu einem nationalen Aktions- und Streiktag auf - unter dem Motto: «Achtung. Fertig. Frauen los!». Verwiesen wird auf die Abstimmung zum Gleichstellungsartikel in der Bundesverfassung vor 30 Jahren und auf den Frauenstreik vor 20 Jahren.

Dezentrale Aktionen wie Streikpausen in den Betrieben, Protestversammlungen, ad-hoc-Kundgebungen, Demonstrationen in den Städten und Feste sollen am 14. Juni «für neue Bewegung in der Gleichstellung sorgen». Als zentrale Forderungen nennt der SGB in einer Mitteilung Lohngleichheit, bessere Mindestlöhne, ausreichend Kita-Plätze, Umverteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit sowie Vaterschafts- und Elternzeit.

(sda)

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