Aktualisiert 04.07.2008 06:59

Anschlag

Keine Gnade für den «Rütli-Bomber»

Der mutmassliche Urheber des Sprengstoffanschlags auf dem Rütli vom vergangenen 1. August bleibt in Untersuchungshaft. Ein Haftentlassungsgesuch des Beschuldigten wurde abgewiesen.

In dem am vergangenen 24. Juni vom Eidgenössischen Untersuchungsrichteramt gefällten und vom Betroffenen nicht angefochtenen Entscheid werde festgehalten, dass sich der dringende Tatverdacht insgesamt erhärtet habe, sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft (BA), Jeannette Balmer, gegenüber der Agentur AP .

Die besonderen Haftgründe der Kollusions- und Fluchtgefahr seien nach wie vor gegeben. Der am vergangenen 29. Januar verhaftete Elektromonteur macht gegenüber den Strafverfolgungsbehörden weiter von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, wie die Sprecherin sagte. Weitere Angaben zur Person und den mutmasslichen Motiven des Inhaftierten machte die BA aus Rücksicht auf die intensiven Ermittlungen nicht.

Auf dem Rütli war am 1. August 2007 kurz nach Abschluss der Bundesfeier mit Bundesrätin Micheline Calmy-Rey ein kleiner Sprengsatz mittels Zeitzünder zur Explosion gebracht worden. Verletzt wurde niemand. Am 4. September detonierten dann an den Wohnorten von drei Verantwortlichen der Rütli-Feier in den frühen Morgenstunden weitere Sprengsätze; auch hier wurde niemand verletzt. (dapd)

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