Keine Goldene Schale für Kreuzlingen

Aktualisiert

Keine Goldene Schale für Kreuzlingen

Das Projekt Goldene Schale im Bodensee vor Kreuzlingen ist vom Tisch. Es sah auf 21 Pfählen ruhende Bauten in der Flachwasserzone vor.

Der Kanton Thurgau hat Kreuzlingen mitgeteilt, die Überbauung werde nicht bewilligt. Die Auskunft des Kantons ist das Ergebnis einer Vorprüfung der «Goldenen Schale» durch das Amt für Raumplanung. Nach Auskunft der Stadt Kreuzlingen will der Initiant nun eine Verlegung der Überbauung ans Ufer prüfen. Dafür müsste aber eine künstliche Lagune gebaut werden.

Das Vorhaben «Goldene Schale» war dem Stadtrat Mitte Jahr von österreichischen Initianten angedient worden. Diese waren mit ihrer Pfahlbau-Idee zuvor bereits in Bregenz (A) und Lindau (D) gescheitert.

Beide Städte hatten abgewinkt, weil das Projekt entweder nicht zu ihren eigenen Planungen passte oder sie keine Realisierungschance sahen. Das Bodenseeleitbild aus den 1970er- Jahren untersagt neue Bauten im Flachwasserbereich.

In Kreuzlingen sollten die Bauten in der Flachwasserzone unmittelbar an der Landesgrenze erstellt werden. Geplant waren Plattformen mit einem Hotel, Restaurants, Wohnungen, einem Schwimmbecken, einer Kunst- und Veranstaltungshalle sowie Clubs und Boutiquen.

Kein Eingriff in die Flachwasserzone

Der vom Projekt angetane Stadtrat hatte im Juli das kantonale Raumplanungsamt um die Vorprüfung gebeten. Dieses kommt zum Schluss, dass das Projekt «wegen der nachteiligen Auswirkungen insbesondere auf das Orts- und Landschaftsbild sowie der fehlenden Nachhaltigkeit» abgelehnt werde.

Der Druck auf das Bodenseeufer und die «optische Dominanz des Projekts» seien nicht zu verantworten. Eingriffe in Seen seien nur ausnahmsweise erlaubt, wenn überwiegende öffentliche Interessen dies erforderten und sich der Zweck nicht anders erreichen lasse. Ein Eingriff in die Flachwasserzone sei aus Gründen des Gewässerschutzes «nicht möglich».

(sda)

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