Spiele gegen Österreich: Keine goldenen Erinnerungen für die Nati
Aktualisiert

Spiele gegen ÖsterreichKeine goldenen Erinnerungen für die Nati

Am Mittwoch gibts für die Schweizer Nati Spiel 1 nach der WM in Südafrika. Der Gegner: Österreich. Eine vermeintlich einfache Aufgabe? Laut Statistik nicht.

von
Monika Brand
2006 trug die Schweizer Nati gegen Österreich goldene Trikots - und verlor.

2006 trug die Schweizer Nati gegen Österreich goldene Trikots - und verlor.

Die Schweiz befindet sich in der aktuellen FIFA-Weltrangliste auf Platz 18. Österreich findet man nur auf dem 60. Rang. Auf dem Papier also eine klare Ausgangslage für das Testspiel vom Mittwoch in Klagenfurt. Dass die Eidgenossen an den letzten vier grossen Turnieren stets dabei war, während unser östlicher Nachbar die Euro 2008 nur als Gastgeber miterleben durfte, unterstreicht die Favoritenrolle von Benaglio und Co.

Dennoch ist es den Schweizern angeraten, das Testspiel vom Mittwoch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn die Statistik aus den Direktbegegnungen der beiden Nationen spricht ganz und gar nicht für die Schweiz: In 40 Spielen haben die Eidgenossen bisher 25 Mal verloren. Fünfmal gabs ein Unentschieden und nur 10 Mal gingen die Schweizer als Sieger vom Feld. Das Torverhältnis aus allen 40 Partien ist im Schnitt fast ein 1:2 (total: 57:104). Die wohl bitterste Pleite der Nati setzte es im vorletzten Duell vor knapp vier Jahren ab. Damals liefen die Schweizer in Innsbruck in goldenen Trikots auf - und gingen als Verlierer vom Platz. Damit hatte hierzulande niemand gerechnet. Ein «Betriebsunfall», wie der damalige Nati-Trainer Köbi Kuhn nach der 1:2-Pleite zu Protokoll gab. Das «Wunder von Innsbruck» aus der Sicht der österreichischen Medien.

Immerhin: Die letzte Begegnung konnten die Schweizer für sich entscheiden. 3:1 gewannen sie im Oktober 2007 die «Revanche» in Zürich. Und auch die beiden Duelle vor der Pleite von Innsbruck gingen an die Eidgenossen. Der vorletzte Sieg der Österreicher war hingegen noch im letzten Jahrtausend, am 10. März 1999, um genau zu sein.

Zahlreiche Absagen

Gegen die Schweizer spricht nicht nur die negative Länderspiel-Bilanz, sondern auch die zahlreichen Absagen, die Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld in den letzten Tagen hinnehmen musste. Es kam sogar schon soweit, dass der Deutsche einen Ersatzspieler für einen Ersatzspieler aufbieten musste (Costanzo ersetzt Margairaz, der für Dzemaili kommen sollte). Ausserdem ist die Nati auch durch Rücktritte geschwächt. Für Coach Hitzfeld wäre eben genau aus diesem Grund der Test gegen Österreich immens wichtig. Denn: Es ist die zweitletzte Möglichkeit für Experimente vor dem Start der EM-Qualifikation, die am 7. September mit dem Kracher gegen England beginnt.

Der nahende Start der EM-Quali ist auch der Grund für den etwas ungünstig angesetzten Länderspieltermin je nach Nation kurz vor oder kurz nach dem Meisterschaftsbeginn im eigenen Land. Am 3. September bestreitet die Schweizer Nati in der AFG-Arena in St. Gallen ihren zweiten Test im neuen Kleid. Gegner ist dann Australien.

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