Eingeknickt: Keine Homo-Aufklärung in Schulen
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EingeknicktKeine Homo-Aufklärung in Schulen

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat auf Druck konservativer Kreise eine Kampagne mit Aufklärungsfilmen gegen Homosexuellen-Feindlichkeit gestoppt.

Sowohl die Produktion als auch die Verteilung des Materials an Schulen würden ausgesetzt, sagte ein Regierungssprecher. Rousseff habe sich die Videos angesehen und halte sie für die Zielsetzung «ungeeignet». Vorausgegangen war erhebliche Kritik von christlich-konservativen Abgeordneten an dem so genannten «Anti- Homophobie-Kit».

Glückwünsche von rechts

Der rechte Abgeordnete Jair Bolsonaro beglückwünschte Rousseff: «Mit der Entscheidung wurde verhindert, dass die Schulen mit Material überschwemmt werden, das nicht die Homophobie bekämpft, sondern vielmehr zu Homosexualität stimuliert.»

Schwulen- und Lesbenverbände zeigten sich enttäuscht. «Das Land kann sich nicht nur dem Willen eines Bereiches, dem konservativsten, unterwerfen. Vorurteile verringert man nur mit Information. So werden wir mehr Ausgrenzung und mehr Gewalt haben», warnte Julio Moreira von der Gruppe «Arco-Íris».

Die abgelehnten Videos zirkulieren im Internet

(sda)

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