Aktualisiert 11.10.2005 20:27

Keine Infos: Selbst der SOS-Knopf war «tot»

Technik-Debakel bei der BLS: Nach einem Zugsausfall standen sich gestern viele Pendler die Beine in den Bauch. Auskunft gabs keine: Infosäule und SOS-Knopf waren ebenfalls tot.

Die Fahrt ins Büro wurde gestern Morgen für viele Pendler zur Geduldsproble: Nach einem Zugsausfall ging auf der Strecke Kerzers–Bern gar nichts mehr. «Es war wirklich mühsam», sagt Erwin Scheidegger (44), der mit rund 40 anderen Personen in Gümmenen wartete. «Wir erhielten keinerlei Informationen, weder über Lautsprecher noch via Telefon.»

Entnervt drückte Scheidegger schliesslich den SOS-Knopf an der blau-roten Infosäule – doch die Säule blieb ebenfalls stumm. «Da fragt man sich doch, ob dieser Notruf klappt, falls man wirklich mal Hilfe benötigt», so Scheidegger

«Begreiflich, dass die Fahrgäste sich aufregten», entgegnet BLS-Sprecher Rolf Grossenbacher. «Wegen eines technischen Problems fiel das gesamte Ansagenetz auf dieser Linie aus.» Damit verlinkt ist auch die SOS-Vorrichtung.

Grossenbacher: «Bahnmitarbeiter haben zwar Lautsprecherdurchsagen gemacht, diese waren auf den Perrons jedoch nicht zu hören.»

Besonders ärgerlich: Die Anlage ist erst seit einem Monat in Betrieb. «Da steckt wohl noch der Wurm drin», sagt Grossenbacher. Der Fehler werde aber schnellstmöglich behoben.

Raffaela Moresi

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