Aktualisiert 13.02.2009 23:37

LondonKeine Klagen wegen Todesschüssen

Die britischen Polizisten, die einen Brasilianer bei einem Anti-Terror-Einsatz in der Londoner U-Bahn versehentlich erschossen haben, werden nicht zur Verantwortung gezogen.

Eine erneute Überprüfung des Falls habe ergeben, dass die Beweise für die Strafverfolgung nicht ausreichten, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in London mit. Bereits im Dezember hatte eine gerichtliche Untersuchung der tödlichen Schüsse auf Jean Charles de Menezes vor dreieinhalb Jahren kein eindeutiges Fehlverhalten der Beamten feststellen können.

Auch im Lichte neuer Beweismaterialien gebe es keine Hinweise auf eine Straftat, teilte der ermittelnde Staatsanwalt mit. Der 27- Jährige war mit sieben Schüssen in den Kopf getötet worden, als die Polizei nach den Tätern der Selbstmordanschläge in London vom 7. Juli 2005 fahndete.

Die Beamten hatten den Elektriker für einen flüchtigen Terroristen gehalten. «Wir können einfach nicht verstehen, wie die vorsätzliche Tötung eines Mannes und der Versuch der Londoner Polizei, dies zu vertuschen, keine Straftaten darstellen.» (sda)

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