Gefesselte Frau: Keine klaren Angaben – Fall ist sistiert
Aktualisiert

Gefesselte FrauKeine klaren Angaben – Fall ist sistiert

Die Frau, die im April bei Sargans gefesselt auf einem Feld gefunden wurde, macht nach wie vor keine klaren Aussagen, was ihr passiert ist. Deshalb wurde das Strafverfahren sistiert.

Im rätselhaften Fall der 53-jährigen Frau, die Anfang April im Gebiet Baschär bei Sargans gefesselt auf einem Feld gefunden wurde, hat die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren sistiert. Die psychisch angeschlagene Frau befindet sich in einer Klinik.

Beatrice Giger, Staatsanwältin beim Untersuchungsamt in Uznach, bestätigte eine entsprechende Meldung von Radio Zürisee. Es könne weder ausgeschlossen werden, dass die Frau gefesselt und ausgesetzt worden sei, noch dass sie sich selbst in diese Lage gebracht habe, so Giger. Die Frau habe nur bruchstückhafte Angaben machen können.

Der Fall sei aber nicht eingestellt, sonder lediglich sistiert worden, sagt Giger. Gebe es neue Erkenntnisse, werde der Fall wieder aufgerollt. Als die Frau auf dem Feld aufgefunden wurde, schien sie laut Polizei körperlich unverletzt gewesen zu sein.

Sehr mysteriöse Geschichte

Bei der Frau handelt es sich um eine durchaus schillernde Ostschweizer Society-Dame. Das haben Recherchen von 20 Minuten ergeben. Die 53-Jährige mag zum Vorfall jedoch keine Stellung nehmen.

Dieser bleibt denn auch höchst mysteriös. Ein Velofahrer hatte die Frau an jenem Donnerstagnachmittag auf einem Feld im Gebiet Baschär in der Nähe des Autobahnkreuzes Sargans gefunden. Laut den St. Galler Untersuchungsbehörden machte sie einen äusserst verwirrten Eindruck und gab an, aus einem Auto gestossen worden zu sein. Die folgenden Ermittlungen verliefen jedoch ergebnislos. Gemäss der zuständigen Staatsanwältin Beatrice Giger ist auch nicht auszuschliessen, dass sich die Frau selbst gefesselt und ins Feld gelegt hat. (sda)

Deine Meinung