Aktualisiert

Keine Light-Zigaretten mehr in den USA

Ein US-Bundesgericht hat geurteilt, dass führende Zigarettenhersteller jahrzehntelang die Gefahren des Rauchens verschleiert haben. Eine Busse brauchen sie deswegen nicht zu zahlen, «Light»-Bezeichnungen müssen allerdings verschwinden.

Das Gericht verhängte keine grösseren Geldstrafen für die betroffenen Konzerne.

Bundesrichterin Gladys Kessler ordnete in ihrem Urteil stattdessen an, dass die Tabakkonzerne ihre Aussagen über die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens und die Abhängigkeitsrisiken ändern müssen.

Die Tabakkonzerne hätten «trotz interner Anerkenntnis der Tatsachen öffentlich über Jahrzehnte die Nebenwirkungen des Rauchens bestritten», urteilte Kessler.

Es sei inzwischen unbestreitbar, dass das Zigaretten-Rauchen Krankheit und Tod verursache. Irreführende Bezeichnungen wie «Light»-Zigaretten dürften daher nicht verwendet werden, entschied die Bundesrichterin.

Die Bundesrichterin traf damit eine Entscheidung gegen mehrere Tabakkonzerne, darunter Philip Morris USA. Die beklagten Konzerne hatten die Vorwürfe einer Verschwörung zurückgewiesen und erklärt, es gebe keine Grundlage für eine Anklage, da die Marketing-Strategien im Sinne der Regierung angepasst worden seien. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.