Torhüter trötzelt: Keine Lust auf eine Penalty-Parade
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Torhüter trötzeltKeine Lust auf eine Penalty-Parade

Wer mit einem Penalty-Entscheid nicht einverstanden ist, kritisiert den Schiedsrichter. Doch was tun, wenn alles nichts nützt? Ein rumänisches Team verweigerte kollektiv die Gegenwehr.

von
pre

Torhüter trötzelt beim Elfmeter. (Quelle: YouTube)

Es lief bereits die Nachspielzeit. Der rumänische Erstligist Vointa Sibiu lag bei Petrolul Ploiesti bereits 1:3 im Rückstand, als Schiedsrichter Andrei Chivulete zum dritten Mal in dieser Partie auf den Elfmeterpunkt zeigte. Petroluls Nikola Komazec kam nach einer leichten Berührung im Strafraum zu Fall, der Penalty-Pfiff war nicht gerade zwingend.

Der Ärger bei den Spielern von Sibiu war dementsprechend gross. Nach kurzer und erfolgloser Diskussion mit dem Schiedsrichter trotteten alle Feldspieler aus Protest geschlossen zur Trainerbank. Auch Torhüter Remus Danalache, der nach der Roten Karte vor Petroluls erstem Penalty in der 51. Minute Stammkeeper Bogdan Miron ersetzte, machte keine Anstalten, sich gegen den vierten Gegentreffer zu wehren.

Keeper mit dem Rücken zum Ball

Als Daniel Oprita zum Penalty anlief, drehte er sich kurz vor der Ausführung mit dem Rücken zum Schützen. So wollte er seinen stillen Protest zum Ausdruck bringen. Das ist allerdings nicht erlaubt und so musste der Elfmeter wiederholt werden. Beim zweiten Versuch schaute Danalache immerhin zum Ball. Lust, den Ball zu halten, hatte er aber immer noch nicht. Regunglos blieb er stehen und schaute zu, wie die Kugel zum 4:1 im Netz landete. Mit nur einem Sieg und 7 Punkten aus 10 Spielen liegt Vointa Sibiu in der rumänischen Liga 1 auf einem Abstiegsplatz.

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