Ballon d'Or: Keine Lust? Buffon und Casillas stimmten nicht ab
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Ballon d'OrKeine Lust? Buffon und Casillas stimmten nicht ab

Nicht alle Captains machten bei der Weltfussballer-Wahl mit. Auch zwei Stars vergaben ihre Stimmen nicht. Einer aus persönlichen, einer aus organisatorischen Gründen.

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Einen Blick auf das offizielle Abstimmungsergebnis der Weltfussballer-Wahl 2015 zeigt: Nicht alle Nationaltrainer und ihre Captains haben ihre Stimmen abgegeben. Insgesamt haben es «nur» 79 Prozent geschafft, den Stimmzettel rechtzeitig an die Fifa zu retournieren.

Die prominentesten Stimm-Verweigerer kommen aus Spanien und Italien. Iker Casillas, Gianluigi Buffon und Antonio Conte. Während Spaniens Nationalcoach Vicente del Bosque (Messi, Ronaldo, Iniesta) seine Pflicht wahrnahm, versäumte es sein Captain, die Papiere rechtzeitig einzureichen. Der spanische Verband habe dem Torhüter die Zettel aber auch erst 23 Stunden vor dem Ende der Frist zugestellt, ist in diversen Gazetten Spaniens zu lesen.

Vielleicht hatte Casillas aber auch einfach keine Lust. Wie sein Goalie-Kollege Buffon. Und so macht man sich in Italien keinerlei Mühe, für den Boykott plausible Gründe aus dem Hut zu zaubern. Weil es Buffon nicht einmal unter die Nominierten schaffte, sollen sowohl die Juve-Legende als auch ihr Chef verzichtet haben. Aus Italien gingen nur Giorgio Chiellini und Andrea Pirlo ins Rennen.

Petkovic stimmte für Messi, Inler nicht

Die Schweizer Delegation hat fristgerecht am Fifa-Voting teilgenommen. Gökhan Inler stimmte bei der Wahl zum Weltfussballer für Cristiano Ronaldo. Auf den weiteren Plätzen seiner persönlichen Top drei landeten Lionel Messi und Neymar. Nationalcoach Vladimir Petkovic setzte Messi auf Platz eins, vor Ronaldo und Bayern Münchens Thomas Müller.

Eigenwilliger war das Trio von Österreichs Nationalcoach Marcel Koller. Der Zürcher stimmte für Ronaldo und die beiden Belgier Eden Hazard (Chelsea) und Kevin de Bruyne (Manchester City). Captain Christian Fuchs setzte auf Manuel Neuer, Eden Hazard und Cristiano Ronaldo.

Der Blick auf die Vertreter Deutschlands überrascht nicht: Welttorhüter Manuel Neuer ist bei Trainer Jogi Löw auch hier die Nummer eins, gefolgt von Thomas Müller und Toni Kroos. Die Favoriten von Captain Bastian Schweinsteiger sind Neuer, Müller und Neymar.

Für Messi war Suárez besser als Neymar

Und wie stimmten die drei Finalisten ab? Lionel Messis Nummer eins ist Barça-Kollege Luis Suárez, gefolgt von Neymar und Andrés Iniesta. Auch Cristiano Ronaldo (Karim Benzema, James Rodriguez und Gareth Bale) und Neymar (Messi, Suárez und Ivan Rakitic) vergaben ihre Stimmen an Club-Kollegen.

Wer die 16 Seiten mit den Stimmen der Captains und Coaches durchstöbern will, unter diesem Link sind sie zu finden.

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