USA: Keine Macht den Ratingagenturen
Aktualisiert

USAKeine Macht den Ratingagenturen

Der US-Senat will die Macht der Ratingagenturen beschneiden – und dabei einigen Interessenskonflikten den Garaus machen.

Die Abgeordneten fordern, staatliche Einrichtungen dürften sich bei der Abschätzung finanzieller Risiken nicht mehr allein auf die Noten der privaten Agenturen verlassen. Ein entsprechender Änderungsantrag zum gegenwärtig im Senat diskutierten Gesetz über eine Reform der Finanzaufsicht erhielt am Donnerstag eine Mehrheit.

Zudem will der Senat es Banken und anderen Finanzinstituten verbieten, selbst auszusuchen, welche Ratingagentur ihre Finanzprodukte bewerten darf. Künftig sollte dies von einem unabhängigen Gremium entschieden werden, heisst es in einem ebenfalls am Donnerstag angenommenen Änderungsantrag zur Finanzaufsichtsreform.

Bislang werden die Ratingagenturen für die Bewertung von Investmentprodukten direkt von deren Herausgebern beauftragt und auch bezahlt. Dieser Interessenkonflikt hat nach Ansicht von Kritikern dazu geführt, dass riskante Wertpapiere von Ratingagenturen zu positiv benotet wurden, und damit zur jüngsten Finanzmarktkrise beigetragen. (dapd)

Deine Meinung