Aktualisiert 18.12.2008 22:57

UNOKeine Mehrheit für Homosexuelle

Eine Erklärung gegen die Diskriminierung Homosexueller hat in der Generalversammlung der Vereinten Nationen nicht die nötige Mehrheit gefunden.

Die Vertreter von lediglich 66 der 192 UNO-Mitgliedsländer unterzeichneten am Donnerstag in New York die Erklärung, die einen Stopp der Menschenrechtsverletzungen gegen Schwule, Lesben und Transsexuelle fordert. Auch die USA unterstützten das Dokument nicht, das ohnehin nicht bindend gewesen wäre.

Die Organisatoren der Initiative, darunter die Niederlande, Argentinien, Frankreich und Norwegen, bezeichneten die offene Diskussion in der Generalversammlung dennoch als «historischen Schritt».

«Zum ersten Mal in der Geschichte der Vereinten Nationen hat sich eine grosse Gruppe von Mitgliedstaaten in der Generalversammlung gegen Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ausgesprochen», sagte der niederländische Aussenminister Maxime Verhagen vor Journalisten in New York.

Einem Bericht der Menschenrechtsorganisation «Human Rights Watch» zufolge sehen noch mehr als 80 Länder der Welt Homosexualität als kriminelle Straftat an.

(sda)

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