Aktualisiert 29.04.2008 12:05

Keine Nachtflüge für VIPs

Während der Euro 08 gibt es keine Bewilligungen für VIP-Flüge ausserhalb der Betriebszeiten. Demgegenüber bewilligte das BAZL Gesuche der Kantone Bern, Genf und Zürich für Nachtflüge für Fans und Mannschaften.

Vor drei Wochen hatte der Bundesrat eine Verordnung verabschiedet, die den Kantonen die Möglichkeit gibt, für die Flughäfen während der Euro 08 maximal 20 Sonderbewilligungen pro Spieltag zu beantragen. Das BAZL bewilligte nun in Bern an den Spieltagen vom 9., 13. und 17. Juni je höchstens 20 Abflüge bis 02.00 Uhr mit Flugzeugen, die mindestens 28 Plätze aufweisen. Ausserdem können diese Flugzeuge auch nach 23.00 Uhr noch landen, sofern auf dem Flugplatz Bern-Belp genügend Abstellflächen zur Verfügung stehen. In Genf sind am 7. und 15. Juni je bis 02.00 Uhr und am 11. Juni höchstens 20 Abflüge bis 24.00 Uhr bewilligt. Die Flugzeuge müssen mindestens über 95 Plätze verfügen.

Für Zürich bewilligte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) an acht Spieltagen in der Schweiz Abflüge bis 02.00 Uhr. Am 7. Juni müssen die Fan-Flüge Zürich bereits vor 24.00 Uhr verlassen. Zudem dürfen nur Flugzeuge der leiseren Kategorien gemäss der Einteilung der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation eingesetzt werden. Sofern auf dem Flughafen Zürich nicht genügend Standplätze für die Flugzeuge zur Verfügung stehen, sollen die für den Rücktransport der Fans bestimmten Maschinen auch noch nach 00.30 Uhr in Zürich landen können.

Laut BAZL haben die für den Flughafen Basel-Mülhausen zuständigen französischen Behörden signalisiert, ebenfalls eine Lockerung der Nachtflugsperre in Betracht zu ziehen, die mit den Schweizer Regelungen vergleichbar sei. Auf sämtlichen Schweizer Flughäfen sind auch während der Euro 08 keine VIP-Flüge ausserhalb der Betriebszeiten erlaubt. Das BAZL hat allfälligen Beschwerden gegen die Bewilligungen für die Fan-Flüge im Zusammenhang mit der Euro 08 die aufschiebende Wirkung entzogen.

Zudem hat das BAZL die Bewilligung erteilt, dass die Fussballmannschaften auch ausserhalb der Betriebszeiten der Flughäfen starten und landen dürfen, und zwar mit einem Flugzeug pro Mannschaft. Dies betrifft die Flughäfen Bern, Genf, Lugano und Zürich. Laut Mitteilung hat der Kanton Tessin das Bedürfnis angemeldet, für die Flüge nach Lugano mehrere Flugzeuge pro Mannschaft zulassen zu können. Begründet wird dies damit, dass in Lugano auf Grund des Anflugverfahrens und der Pistenlänge nur Flugzeuge landen können, in denen rund 50 Personen Platz haben. Der Bund sei derzeit daran, das Anliegen des Kantons Tessin zu prüfen, schreibt das BAZL. (dapd)

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