Lockout: Keine NHL-Stars für die «kleinen» Klubs
Aktualisiert

LockoutKeine NHL-Stars für die «kleinen» Klubs

Die grossen Schweizer Klubs bedienen sich dank des Lockouts in der besten Eishockey-Liga der Welt. Fribourg, Langnau, Biel und Ambri holen vorerst keine NHL-Stars.

von
Klaus Zaugg

Die SCL Tigers holen gemäss Manager Ruedi Zesiger nur dann einen NHL-Star, wenn er in die Mannschaft passt und zu hundert Prozent fremdfinanziert werden kann. «Wir haben noch niemanden gefunden, der uns einen Spieler finanziert und wir haben auch noch keine Verhandlungen mit Spielern geführt. Alle Namen von NHL-Stars, die mit uns in Verbindung gebracht werden, sind frei erfunden» sagt Zesiger gegenüber 20 Minuten Online. Hingegen werden laufend Gespräche geführt um einen vierten Ausländer für den Rest der Saison zu finden. Hier ist Domenico Pittis (ex Kloten und ZSC) Kandidat Nummer 1.

In Biel findet am Dienstag nochmals eine Verwaltungsrats-Sitzung zum Thema statt, doch Manager Daniel Villard sagt, er gehe davon aus, dass vorerst kein zusätzlicher Ausländer engagiert wird. In Ambri hat der Verwaltungsrat bereits entschieden, dass keine weiteren Ausländer geholt werden.

Gottéron kann es sich auch nicht leisten

Fribourgs Trainer und Sportchef Hans Kossmann sagt gegenüber 20 Minuten Online, dass in den nächsten zwei Wochen kein NHL-Star seine Mannschaft verstärken wird. «Wir müssen erstens einen Weg finden, um einen Spieler ausserhalb des Budgets finanzieren zu können. Und zweitens darf es nur ein Spieler sein, der in unsere Mannschaft passt und uns besser macht.»

Und kommt in Bern nach Mark Streit und Roman Josi noch ein dritter NHL-Spieler? «Nur dann, wenn einer im Laufe der Saison für Reisespesen, Kost und Unterkunft bereit ist, für uns zu spielen», sagt SCB-General Marc Lüthi gegenüber 20 Minuten Online. Mit den Transfers von Mark Streit und Roman Josi sei die «Transfer-Kriegskasse» nun leer. «Es ist nicht eine Transfer-Kriegskasse, es ist ein Transferkriegskässeli. Mark Streit und Roman Josi hatten für uns als Berner Priorität und unser Sportchef Sven Leuenberger hat unsere Vorgaben perfekt umgesetzt.»

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