Bern : «Keine Reitschüler an Krawallen beteiligt»

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Bern «Keine Reitschüler an Krawallen beteiligt»

Bei nächtlichen Krawallen auf der Schützenmatte rückt die Reitschule automatisch in den Fokus. Nun wehren sich die Verantwortlichen des alternativen Kulturzentrums.

Die Reitschule ärgert sich über die ihrer Meinung nach ungerechtfertigten Negativschlagzeilen.

Die Reitschule ärgert sich über die ihrer Meinung nach ungerechtfertigten Negativschlagzeilen.

Nach der nächtlichen Eskapade in der Region Bollwerk von der vergangenen Samstagnacht hat FDP-Gemeinderat Alexandre Schmidt genug. Er will prüfen, ob die Reitschule vorübergehend geschlossen werden soll.

Bei der Reitschule sorgt dies für Verwirrung: «In der polizeilichen Medienmitteilung stand kein Wort über die Reitschule, die Krawallmacher hatten schliesslich auch nichts mit uns zu tun», sagt Christoph Ris von der Reitschule. Auch die Party unter den Brückenpfeilern sei nicht von der Reitschule organisiert worden. Es sei ärgerlich, dass trotzdem gegen die Institution geschossen werde.

Dieser Aussage widerspricht Schmidt: «Das Muster ist bei solchen Vorfällen immer identisch.» Es sei somit einfach, Rückschlüsse zu ziehen. Den Behörden reisse langsam der Geduldsfaden, zumal man sehe, dass das Nachtleben in anderen Städten wie Zürich, Basel und Genf mit deren autonomen Kulturzentren und auch in der naheliegenden Aarbergergasse funktioniere.

«Schliessung ist keine Option»

Ris hat vor einer Schliessung der Reitschule keine Angst: «In der Stadt Bern gibt es weitaus grössere Probleme.» Eine Schliessung sei gar keine Option für die Stadt. Zudem störe ihn, dass man bei der Reithalle immer von «guten und schlechten Reitschülern» spreche. Innerhalb der Reitschule gebe es keinen Graben oder Gruppierungen - weder nach aussen noch nach innen. Schmidt sagt dazu: «Die Reitschule müssten sich mehr darum kümmern, was ausserhalb ihrer Tore passiert. Das würde die Sache vereinfachen.»

Was bei der Überprüfung des Gemeinderats eines «Plan B» ohne Reitschule herauskommt, ist nach wie vor offen.

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