11.07.2019 02:50

Im Ruhestand

Keine Rente für Polizeihund Lennox

Nach sieben Jahren im Einsatz ist Schluss: Der erfolgreiche Zuger Polizeihund Lennox von der Guldenburg geht in den Ruhestand. Eine Rente bekommt er nicht.

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tst
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Nach sieben Dienstjahren geht der Polizeihund Lennox von der Guldenburg in den Ruhestand.

Nach sieben Dienstjahren geht der Polizeihund Lennox von der Guldenburg in den Ruhestand.

Zuger Polizei
Lennox hat eine erfolgreiche Karriere hinter sich.

Lennox hat eine erfolgreiche Karriere hinter sich.

Zuger Polizei
Zusammen mit seinem Hundeführer Daniel Kamer hat Lennox mehrfach die Polizeihundeprüfung in Zug gewonnen.

Zusammen mit seinem Hundeführer Daniel Kamer hat Lennox mehrfach die Polizeihundeprüfung in Zug gewonnen.

Zuger Polizei

Auf Wiesen herumtollen anstatt flüchtige Einbrecher aufspüren: Zukünftig wird Lennox von der Guldenburg neue Aufgaben geniessen, denn der Diensthund der Zuger Polizei geht in Pension.

Der belgische Schäferhund war sieben Jahre als Schutzhund der Zuger Polizei im Einsatz. «Die Schutzhunde werden bei Fusspatrouillen, Personenkontrollen, Einbruchalarmen und Ordnungsdiensteinsätzen eingesetzt», wie es auf der Webseite der Zuger Polizei heisst. Lennox spürte unter anderem flüchtige oder vermisste Personen auf oder suchte nach verloren gegangenen Gegenständen. Nun verabschiedet sich die Zuger Polizei vom neunjährigen Lennox.

Wie geht es weiter?

Jeder Diensthund der Zuger Polizei wohne beim Hundeführer zu Hause; auch nach der Pensionierung. «Lenox wird seine Pension als Familienhund in seinem gewohnten Umfeld geniessen», sagt Frank Kleiner, Mediensprecher der Zuger Polizei. Dabei bleibt Lennox der einzige Hund im Haus: «Nach mehreren Jahren als Hundeführer hat sich der Besitzer entschieden, keinen weiteren Diensthund mehr auszubilden.»

Der Vierbeiner werde innerhalb der Hundgegruppe sowie an der Generalversammlung des Zuger Polizeihundevereins offiziell verabschiedet. «Dort gibt es für ihn auch ein kleines Abschiedsgeschenk», sagt Kleiner. Was genau das sei, möchte die Polizei allerdings noch nicht verraten.

Lennox bekommt keine Rente

Anders als andere ehemalige Polizeihunde in Deutschland oder England, erhält Lennox keine Rente. In England werden zum Beispiel die Tierarztkosten für pensionierte Polizeihunde bezahlt. Auch der Kanton Schwyz zahlt seit 2017 monatlich das Futter der pensionierten Polizeihündin Aika. (20 Minuten berichtete)

Der Kanton Zug kenne aber keine Pension für ehemalige Diensthunde. «Mit der Pensionierung der Polizeihunde übernimmt jeweils der Besitzer sämtliche Kosten», so Kleiner.

Zahlreiche Erfolge

Lennox hat eine erfolgreiche Karriere hinter sich: Zusammen mit seinem Hundeführer gewann er sechs Mal in Folge die dezentrale schweizerische Polizeihundeprüfung in Zug. Von 2012 bis 2016 belegte Lennox den ersten Platz.

Zudem durften Lennox und sein Hundeführer an der Schweizermeisterschaft, die nur alle paar Jahre durchgeführt werden, als Vertreter der Zuger Polizei starten. Kleiner: «Auch dort überzeugten die beiden mit guten Resultaten.» Während seiner Dienstzeit hat Lennox zudem auch unzählige Polizeieinsätze geleistet.

Glücklicherweise haben die Hundeführer erst kürzlich Verstärkung erhalten: Im Frühling hat der damals drei Monate alte Welpe Chevy seine Stelle als Diensthund angetreten.

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