Keine Rettungsringe für die UBS vom Bund
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Keine Rettungsringe für die UBS vom Bund

Finanzminister Hans-Rudolf Merz schliesst eine Staatsgarantie für die UBS aus, falls die Grossbank weiter in die Krise rutschen sollte. Dafür fehlten dem Bund die benötigten Mittel und die Steuerzahler würden dies kaum goutieren.

Die Krise bei der UBS sei nicht mit dem Fall der Swissair vergleichbar, sagte Merz in einem Interview, das am Donnerstag im «Tages-Anzeiger» erschien. «Das Problem - der Hypothekenmarkt in den USA - ist erkannt». Merz rechnet zudem damit, dass die Bank den erlittenen Verlust verkraften kann.

Die Kapitalerhöhung der UBS, über die am 27. Februar an einer ausserordentlichen Generalversammlung abgestimmt wird, begrüsst Merz. «Die UBS würde zwar auch ohne die 13 Milliarden überleben.» Die Aufstockung der Eigenmittel sei aber gut für die Solidität des Geschäfts.

Beim Staatsfonds GIC aus Singapur handle es sich um einen seriösen Investor. «Ich habe das abklären lassen». Dem Fonds ginge es um die Rendite und nicht um eine Strategie- oder Strukturänderung. Den Namen des arabischen Investors kenne er jedoch nicht.

Merz sagte, er werde von UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel laufend informiert. Dieser habe ihm auch mitgeteilt, dass es in der Schweiz nicht zu einem «substanziellen Stellenabbau» kommen werde. (sda)

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