Umfrage: Keine Reue bei vielen Zechprellern
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UmfrageKeine Reue bei vielen Zechprellern

Die Hemmschwelle bei Zechprellerei scheint niedriger zu sein als erwartet – vor allem bei Reisen ins Ausland.

Nicht alle Gäste und Kunden sind gleich willkommen. Immer wieder werden Beherbergte ausfällig, reisen ab, ohne zu bezahlen oder verwüsten gar das ganze Zimmerinterieur.

Eine Umfrage von 20 Minuten Online hat ergeben, dass von insgesamt 1627 Teilnehmern immerhin fast ein Viertel (22,3 Prozent) schon einmal die Zeche geprellt hat. Bemerkenswert dabei ist, dass vor allem bei Reisen ins Ausland die Hemmschwelle niedriger zu sein scheint als im Inland: Nur ein gutes Drittel aller Delikte wurde in der Schweiz verübt. Am beliebtesten dabei ist das Mitnehmen von Handtüchern und Bademänteln aus Hotels – 13,4 Prozent haben dies schon einmal gemacht. Auf Platz zwei der Preller-Hitliste ist das Nichtbezahlen von Rechnungen in Restaurants mit 8,1 Prozent.

Der entstandene Schaden beläuft sich bei den meisten zwar auf unter 50 Franken, bei immerhin 7,7 Prozent jedoch auf über 3000 Franken. Gewissensbisse sucht man allerdings vergebens: Drei Vierteln ist ihr Vergehen überhaupt nicht unangenehm oder gar peinlich. Trotzdem würden 81,7 Prozent eine schwarze Liste für unliebsame Gäste begrüssen.

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