Aktualisiert

Defekte BremsenKeine Schlamperei beim Lüthi-Drama

Töffhersteller Eskil Suter bestätigt definitiv: Es war ein Materialfehler, der Tom Lüthi den Sieg im Moto2-GP von Le Mans gekostet hat.

von
Klaus Zaugg

Tom Lüthi hatte beim GP von Frankreich in Le Mans keine Hinterradbremse. Deshalb beendete er das Rennen «nur» auf Platz 5 und nicht als Sieger. Die Hinterradbremse funktionierte nicht, weil zwei Bremsklötze verloren gingen. Die Klammer aus Federstahl brach, mit der die Bremsklötze fixiert werden (20 Minuten Online berichtete).

Die Frage, ob es tatsächlich ein Materialfehler war oder ob es am Ende ein Fehler der Mechaniker war, ist Töff-Hersteller Eskil Suter am Montag nach der Rückkehr aus Le Mans noch einmal nachgegangen. Er bestätigt gegenüber 20 Minuten Online: «Die Klammer ist tatsächlich gebrochen. Das haben wir jetzt festgestellt.» Er weiss auch, warum: «Die Viertaktmotoren laufen mit 16 000 Umdrehungen pro Minute. Dadurch entstehen sehr starke Vibrationen. Wir haben beispielsweise bei unseren Testmodellen sogar Risse in den Bremszangen und sogar in den Hinterradschwingen festgestellt. Wir wechseln deshalb die Bremszangen alle 6000 Kilometer aus.»

Zusätzliche Sicherung entworfen

Bereits am Montag entwarfen Suters Ingenieure in der High-Tech-Werkstatt in Turbenthal/ZH auf dem Reissbrett eine zusätzliche Sicherung für die Bremsklötze. Suter: «Die bauen wir jetzt bei unseren Maschinen bis zum nächsten GP ein.» Das nächste Rennen wird am 5. Juni in Barcelona (GP von Katalonien) ausgefahren.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.