Keine Schoggi und kein Cola mehr an Thurgauer Schulen?

Aktualisiert

Keine Schoggi und kein Cola mehr an Thurgauer Schulen?

An Thurgauer Volksschulen soll eine rigide Znünikontrolle eingeführt werden. Geht es nach SVP-Kantonsrätin Monika Thomann, soll ausser Brot, Früchten, Milch und Wasser alles verboten sein.

Der Thurgauer Grosse Rat muss über ein Verbot ungesunder Snacks an den Volksschulen entscheiden. Eine Motion von Monika Thomann (SVP), die von 37 Kantonsräten mitunterzeichnet wurde, sieht vor, dass nur noch Obst, Gemüse, Ruch- und Vollkornbrot sowie Milch und Leitungswasser als Zwischenverpflegung an den Schulen erlaubt sein sollen. Schokoriegel, Sandwiches und süsse Softdrinks wären damit auf dem Pausenplatz tabu.

Mit der Einschränkung der Ernährungsfreiheit an Schulen will Thomann Gewichtsprobleme bei Kindern bekämpfen. «Im Thurgau ist die Volksgesundheit immer noch ein zweitrangiges Thema. Es muss aber etwas geschehen, bevor es zu spät ist», sagt sie.

Die Znünikontrolle soll laut Thomann die jeweilige Pausenaufsicht machen. Doch Lehrer halten wenig von der Idee: «Zu kontrollieren, wer was isst, wäre noch viel schwerer, als aufs Rauchen und das Kiffen an den Schulen zu achten», sagt Markus Raimann, Schulleiter der Sek Remisberg in Kreuzlingen.

Monika Thomann hat ihre Motion diese Woche eingereicht. Wann ihr Vorstoss im Grossen Rat debattiert wird, ist noch unklar.

Dominik Bärlocher

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