Verdachtsfall: Keine Schweinegrippe in Zürcher Schule
Aktualisiert

VerdachtsfallKeine Schweinegrippe in Zürcher Schule

Aufatmen im Schulhaus Balgrist: Der vergangene Woche isolierte Schüler ist nicht am gefährlichen H1N1-Virus erkrankt. Das Schulhaus muss nicht geschlossen werden.

Der Erstklässer war vergangene Woche vom Unterricht dispensiert worden, weil er nach einem Mexiko-Urlaub über Grippesymptome klagte (20 Minuten Online berichtete). Die Eltern wandten sich sicherheitshalber an ihren Hausarzt, der die nötigen Tests einleitete.

«Der Schweinegrippe-Verdacht hat sich aber nicht bestätigt», sagte Daniel Frey, Direktor der Schulgesundheitsdienste der Stadt Zürich, auf Anfrage von 20 Minuten Online. Die Labortests seien negativ gewesen auf das H1N1-Virus. Dem Schüler gehe es inzwischen gut. Ob er aber bereits heute wieder die Schulbank drücken dürfe, sei noch unklar.

«Wir wollten auf der sicheren Seite sein»

Der Negativbescheid bestätigte die Vermutungen von vergangenem Donnerstag. Frey betonte damals bereits, dass die Wahrscheinlichkeit einer Schweinegrippe «sehr klein» sei. Dennoch wurde der Schüler freigestellt und die Eltern der Mitschüler informiert. «Wir wollen aber auf der sicheren Seite sein», begründete Frey das Vorgehen.

Der Unterricht am Schulhaus Balgrist wird wie gewohnt stattfinden. Die Schule bleibt damit vom vorbereiteten Worst-Case-Szenario verschont. Hätte sich der Verdacht erhärtet, hätte die Schule geschlossen werden müssen.

(amc)

Symptome der Schweinegrippe

Die Symptome der Schweinegrippe ähneln der einer ganz normalen Grippe: Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Husten. Einige Patienten berichteten auch über Schnupfen, Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Ohne Laboruntersuchung gibt es keine Gewissheit.

Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch ist sehr kurz, manchmal erkranken Infizierte schon binnen Stunden, die meisten spätestens innerhalb von drei Tagen. In dieser Zeit sind die Patienten schon ansteckend, da die Virenausscheidung über die Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raums beginnt. Diese Ausscheidung dauert in der Regel bis zu sieben Tage, bei geschwächten Menschen auch länger. (ap)

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