Beznau: Keine sofortige Abschaltung der Atomreaktoren
Aktualisiert

BeznauKeine sofortige Abschaltung der Atomreaktoren

Das Aargauer Kantonsparlament hat sich am Dienstag gegen eine sofortige vorläufige Abschaltung der beiden Beznauer Atomreaktoren in Döttingen AG ausgesprochen. Das Parlament wies einen Vorstoss von SP und Grünen mit 100 zu 32 Stimmen ab.

Bei den beiden Reaktoren bestünden «sicherheitstechnische Mängel», begründeten SP und Grüne das Anliegen. Ökonomische Interessen seien «wesentlich wichtiger als der Schutz der Bevölkerung». Der Reaktor Beznau 1, das älteste Schweizer AKW, ist seit 40 Jahren in Betrieb.

Der Regierungsrat lehnte die Forderung ab. Es bestehe kein Grund, an der Kompetenz der Aufsichtsbehörde des Bundes, des Eidgenössischen Nuklear-Sicherheitsinspektorates (ENSI), zu zweifeln.

Es sei eine «Frechheit», die Qualität des ENSI in Zweifel zu ziehen, betonte ein CVP-Grossrat. Die FDP warf den AKW-Gegnern eine «Kampagne mit ideologischen Scheuklappen» vor. Die SVP sprach von «permanenter Stimmungsmache».

Im November hatten die SP und die Grünen der Kantone Aargau und Solothurn sowie fünf Anti-AKW-Organisationen in einem Brief an Bundesrat Moritz Leuenberger ein unverzügliches Abschalten der Beznauer Reaktoren gefordert. (sda)

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