Keine Spenden mehr für Nordkorea
Aktualisiert

Keine Spenden mehr für Nordkorea

Aus Mangel an Spenden streicht das Welternährungsprogramm (WFP) im Januar Hilfen für rund 2,7 Millionen Menschen in Nordkorea.

Wie ein Sprecher der Organisation in Peking am Montag mitteilte, sagten zwar die USA, die EU und Australien im Dezember neue Hilfslieferungen zu. Es könne jedoch noch drei Monate dauern, bis diese in dem kommunistischen Land einträfen. Ohne weitere Spenden falle bis zum Ende des Winters möglicherweise die Unterstützung für fast vier Millionen Menschen weg. Betroffen seien vor allem Frauen und Kinder.

Pjöngjang ist auf ausländische Hilfe angewiesen, seit die Regierung in den 90er Jahren zugab, dass ihre staatlich kontrollierte Landwirtschaft nach Jahrzehnten von Misswirtschaft und dem Wegfall sowjetischer Subventionen zusammengebrochen ist. Die diesjährigen Ernten werden nach Angaben von Hilfsorganisationen rund ein Fünftel oder eine Million Tonnen unter der benötigten Menge an Nahrungsmitteln liegen. Wann Nordkorea seine Bevölkerung selbst ernähren könne, sei noch nicht absehbar.

Trotz diplomatischer Spannungen um das nordkoreanische Atomprogramm hat Washington nach WFP-Angaben Ende vergangenen Jahres 60.000 Tonnen Lebensmittel zugesagt, die EU habe Hilfen in Höhe von fünf Millionen Euro versprochen. (dapd)

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